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Phänomen Phenol-Peeling


von Dr. med. Stefan Duve|16.01.2024

Phenol Peeling München

Beim Thema Anti-Aging und glatte, straffe Haut denken die meisten natürlich sofort an Botulinumtoxin. Ja, mit Fillern wie Botulinumtoxin und auch Hyaluronsäure lässt sich einiges verbessern und optimieren, aber ein anderer Wirkstoff ist gerade dabei, den altbewährten Klassikern den Rang streitig zu machen – und zwar Phenol. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der in Form eines Peelings AUF die Haut aufgetragen und nicht IN die Haut injiziert wird. Was Phenol alles kann, wie die Behandlung damit funktioniert und alles andere, was man darüber wissen sollte, erkläre ich Ihnen im folgenden Beitrag.

Der Wunsch vom Traum-Teint geht endlich in Erfüllung

Fältchen und Falten sind das eine, aber auch Müdigkeit, Stress, dunkle Augenringe, Melasma (Pigmentflecken) oder Unreinheiten lassen uns älter aussehen, als wir sind und wie wir uns tatsächlich fühlen. Weil aber eben nicht jeder für eine jüngere Optik zu Botulinumtoxin, Hyaluron und Co. greifen möchte oder generell Angst vor Spritzen beziehungsweise Injektionen hat, für den könnte eine Behandlung mit Phenol die Lösung sein. Das chemische Peeling wirkt besonders nachhaltig und erneuert die Haut bis in die Tiefe.

Hautverjüngung und -optimierung

Beim tiefen chemischen Phenol-Peeling werden – im Unterschied zu Fruchtsäure- und TCA-Peelings (Trichloressigsäure) – zum einen die oberen Hautschichten abgetragen und zum anderen erfolgt in der Tiefe eine Neubildung von Gewebe. Phenol schafft es, sowohl die elastischen als auch die kollagenen Fasern in den tieferen Hautschichten zu erneuern, was zu einer signifikanten Verbesserung der Hauteigenschaften sowie zu wirklich beeindruckenden Resultaten, wie einer deutlich sichtbaren Verjüngung sowie einer verbesserten Elastizität und Festigkeit der Haut, führt. Oberflächliche Falten lassen sich ebenso nahezu vollständig reduzieren wie tiefe Falten. Weiterhin werden Pigment- und Verhornungsstörungen gemildert. Man kann damit eine optische Verjüngung von etwa 15 bis 20 Jahren bewirken! Und das dauerhaft – entsprechende gute Pflege und konsequenter Schutz vor UV-Strahlung vorausgesetzt. Dieser Effekt lässt sich mit keiner anderen vergleichbaren Behandlung erreichen. Allerdings ist die Anwendung mit längeren Erholungszeiten und Risiken verbunden.

So funktioniert’s, so wirkt’s

Das Ergebnis spricht für sich – aber ehrlicherweise ist der Weg dahin nicht ganz so leicht und teilweise auch mit Schmerzen verbunden. Die Anwendung kann je nach Größe des behandelten Areals ohne Betäubung, mit Lokalanästhesie oder Dämmerschlafnarkose durchgeführt werden. Im Vorfeld sollte die Haut zudem vier bis sechs Wochen lang auf die Behandlung vorbereitet werden. Das bedeutet, die Haut sollte vorab über einen längeren Zeitraum besonders gründlich gereinigt, Hautirritationen sollten behandelt und Pigmentstörungen vermindert werden. Des Weiteren sollte man immer eine Pflege mit einem hohem Lichtschutzfaktor auftragen. Am Tag der Behandlung wird dann die Phenol-Lösung auf die zuvor gründlich gereinigte Haut aufgetragen, abschließend das behandelte Areal komplett mit Schutzpflastern bedeckt. Nach 24 Stunden wird dieser Pflasterverband abgenommen und ein antiseptisches Puder aufgetragen, das eine feste Kruste bildet, die für ungefähr eine Woche auf der Haut bleibt.

Nebenwirkungen und Risiken

Nach der Behandlung mit Phenol kann es zu Rötungen und/oder starken Schwellungen kommen, da sich die Haut einmal komplett abschält und erneuert und dabei das rohe Fleisch freigelegt und sichtbar wird. Meist lassen sich diese nach etwa 14 Tagen gut mit Make-up abdecken und kaschieren und verschwinden komplett nach ungefähr acht bis zwölf Wochen, in einzelnen Fällen kann der Heilungsprozess aber auch länger dauern. Selten kann es zu kleinen oder größeren Narben kommen, die entsprechend nachbehandelt werden können. Insgesamt benötigt die Haut nach einem Phenol-Peeling länger als bei anderen Peelings, um sich wieder zu erholen. Gesellschaftsfähig ist man frühestens nach zwei bis drei Wochen. Außerdem sollte direktes Sonnenlicht unbedingt für mindestens sechs Monate gemieden werden.

Außerdem wichtig

Da Phenol eine aufhellende Wirkung hat, sollte es auf keinen Fall bei dunkle(re)n Hauttypen angewendet werden. Sonst kommt es nach dem Peeling zu einer unerwünschten Hautaufhellung. Des Weiteren können ein Pigmentverlust wie auch eine Überpigmentierung auftreten, ebenso unangenehme Herpesinfektionen. Aus all diesen Gründen sind ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch und eine Begutachtung der Haut durch einen erfahrenen Arzt unerlässlich.

Sie haben Interesse an einem Phenol-Peeling oder (weitere) Fragen dazu? Sprechen Sie mich gern an und vereinbaren Sie einen ausführlichen und individuellen Beratungstermin bei uns im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER.


Dr. med. Stefan Duve

Mit über 20 Jahren Erfahrung und internationalem Wirken zählt Dr. med. Stefan Duve inzwischen zu den besten Dermatologen Europas.


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