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Hula-Hoop – was ist dran am Hype um den Fitnessreifen?


von Dr. med. Christian Merkel|11.08.2021

Man kennt ihn noch als Spielzeug aus Kindertagen, inzwischen hat er sich aber als effektives Trainingsgerät etabliert: der Hula-Hoop-Reifen. Dabei soll das Reifentraining sogar die Pfunde zum Schmelzen bringen und für eine schmale Taille sorgen.

Wo kommt der Hula-Hoop eigentlich her?

Den modernen Hula-Hoop gibt es seit den 1950er-Jahren. Der amerikanische Spielzeughersteller „Wham-O“ entwickelte den Reifen erstmals aus buntem Kunststoff und löste damit einen weltweiten Boom aus. Und mit dem Trend setzte sich schließlich auch der Name „Hula-Hoop“ durch („Hula“ entsprechend dem hawaiianischen Tanz und „Hoop“ aus dem Englischen für Reifen). Eingesetzt als Spielgerät, kam der Reifen fortan auch als professionelles Trainingsgerät beim Sport, etwa in der Akrobatik oder der Rhythmischen Sportgymnastik, zum Einsatz.

Insta-Trend: Hula-Hoop

Aktuell erlebt der Hula-Hoop-Reifen ein Comeback und wird vor allem in den sozialen Medien als effektives Workout für Bauch, Taille und Po angepriesen. Grund dafür: Insbesondere während des Lockdowns, als Fitness-Studios geschlossen blieben, entpuppte sich der Hula-Hoop zum beliebten Sportgerät für die eigenen vier Wände. Der Fitness-Artikel wurde sogar so stark gehypt, dass sich seine Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifachte. Und wer einmal mit dem Hullern angefangen hat, weiß, woran das liegt. Der Reifen beansprucht bei der Anwendung nämlich Bauchmuskulatur sowie unteren Rücken und trainiert gleichzeitig die Beweglichkeit des gesamten Rumpfs. Bis zu 400 Kalorien können so innerhalb einer Stunde verbrannt werden.

Und wie hullert man jetzt richtig?

Wichtig beim Hullern ist ein stabiler Stand. Am besten die Beine schulterbreit positionieren und auf rutschfeste Socken oder (besser noch) feste Sportschuhe setzen. Den Reifen auf Taillenhöhe platzieren und mit einem festen Schups in Bewegung bringen. Um den Hula-Hoop oben zu halten, die Hüfte während des Hullern nach vorne und hinten wippen (nicht kreisen!) und dabei die Bauchmuskeln anspannen. Für ein effektives Training sollte das Kreisen mindestens 30 Minuten andauern. Dies kann anfangs als unangenehm empfunden werden. Auch blaue Flecken sind gerade zu Beginn nichts Ungewöhnliches.

Hullern für Fortgeschrittene

Um das Training anspruchsvoller zu gestalten, greifen Geübte zu speziellen Modellen, die an der Innenseite mit eingearbeiteten Noppen oder Rillen versehen sind und einen zusätzlichen Massage-Effekt erzielen. Dieser soll die Fettverbrennung ankurbeln und zur Straffung der Haut beitragen. Zudem gibt es die Reifen in verschiedenen Gewichten – von leichten Hoops für Anfänger bis hin zu welchen mit hohem Eigengewicht (bis 1,5 bis 2 kg) für ein intensiverer Training. Bei der Größe des Reifen gilt: Je größer man ist, desto größer sollte auch der Durchmesser des Reifens sein. Ideal ist der Durchmesser, wenn der Reifen vor einem stehend vom Boden bis kurz unter den Bauchnabel reicht. Viele Reifen lassen sich durch Steckteile individuell zusammenstecken und somit auch in Größe und Durchmesser variieren (und zudem platzsparend wieder auseinanderbauen und verstauen).

Weitere Möglichkeiten der Muskelstimulation

Für alle, die den Muskelaufbau und die Fettverbrennung des Hullern zusätzlich unterstützen möchten, empfiehlt sich die 30-minütige StimSure-Behandlung. Das hochmoderne Verfahren arbeitet mit elektromagnetischen Feldern, die Muskelkontraktionen auslösen – vergleichbar den Kontraktionen des natürlichen Bewegungsablaufs bzw. im Rahmen eines gezielten Trainings. Zur Info: Ein Kilogramm Muskelmasse verbraucht etwa das Dreifache an Kalorien im Vergleich zu einem Kilogramm Fett. Wer also Muskeln aufbaut, erhöht somit seine Tagesbilanz. Gewählt werden kann bei StimSure zwischen vier vordefinierten Programmen. Spezielle Applikatoren ermöglichen folglich eine maßgeschneiderte Behandlung, die für ein optimales Ergebnis aus acht bis zehn Behandlungen besteht. Für eine anhaltende, natürlich definierte Körpersilhouette.


Dr. med. Christian Merkel

Dr. med. Christian Merkel ist Facharzt für Dermatologie und Allergologie und Ihr Ansprechpartner bei Fragen rund um die Behandlung von Haarausfall.


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