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Haut

Hauttumore im Kopf- und Halsbereich


von Dr. med. Stefan Duve|20.04.2022

Jährlich erkranken schätzungsweise rund 250.000 Deutsche an Hauttumoren im Kopf- und Halsbereich. Tendenz steigend. Dies ist eine alarmierende Entwicklung, die auch uns Dermatologen im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER sehr beunruhigt. Wenn auch bereits viele unserer Patienten regelmäßige Hautkrebs-Screenings wahrnehmen, appellieren wir weiterhin an alle, regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen vornehmen zu lassen.

Basalzellkarzinom: weißer Hautkrebs

Hauttumore im Kopf- und Halsbereich treten hierzulande vor allem in Form des Basalzellkarzinoms auf. Die am häufigsten auftretende Form aller Krebsarten zeichnet sich durch seine perlweißen, haut- oder rosafarbenen Beulen aus. Am häufigsten tritt ein Basalzellkarzinom auf den sogenannten Sonnenterrassen auf, wie Nase, Ohren, Oberlippe oder Nacken. Als Ursache fast aller Basalzellkarzinome kann eine jahrelange, intensive Sonnenexposition ausgemacht werden. Vor allem Menschen mit hellem Hauttyp haben ein erhöhtes Risiko. Vorrangig sie, aber auch alle anderen Hauttypen sollten zu viel UV-Strahlung daher bestmöglich vermeiden. Dies gilt auch für die künstliche Strahlung in Sonnenstudios. Die Nutzung von Solarien erhöht nämlich nachweislich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Zudem sollten beim Sonnenbaden immer eine Kopfbedeckung sowie Sonnenschutz in ausreichender Menge (am besten LSF 30 oder mehr) zum Einsatz kommen.

Gängige Behandlungsmöglichkeiten

Wenn möglich, ist eine operative Entfernung des Basalzellkarzinoms das erste Mittel der Wahl. Dabei werden die betroffenen Hautstellen vollständig entfernt. Gelingt dies nicht beim ersten Mal, ist eine Nachoperation notwendig. Die Heilungsrate liegt dabei bei weit über 95 Prozent. Ist gerade bei bereits sehr weit fortgeschrittenen Basalzellkarzinomen im Anschluss eine Rekonstruktion nötig, übernehmen das Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen. Das Ziel ist es dabei natürlich, das Gesicht bestmöglich zu rekonstruieren.

Regelmäßige Hautkrebsvorsorge

Die Hautkrebsvorsorge verfolgt den Zweck der Früherkennung. Mediziner empfehlen die Vorsorgeuntersuchung in regelmäßigen Abständen. Die Untersuchungsabstände hängen dabei von Hauttyp, Alter und Zahl beziehungsweise Art der vorhandenen Muttermale ab. Bei der einfachen Hautkrebsvorsorge wird ein Screening durchgeführt: Die gesamte Haut inklusive versteckter Areale wird einer sorgfältigen Kontrolle unterzogen. Hierbei können technische Innovationen wie ein Auflichtmikroskop und die videogestützte Fotodokumentation zum Einsatz kommen. Dank neuester Computertechnologien ist auch die Aufnahme und Speicherung von Bildern möglich, sodass bei zukünftigen Kontrollen eindeutig erkennbar ist, ob es zu Veränderungen gekommen ist.

Wünschen Sie auch ein Hautkrebs-Screening oder haben Sie bereits selbst Auffälligkeiten, beispielsweise ein in Form oder Farbe verändertes Muttermal, entdeckt? Unsere Experten im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER beraten Sie hierzu gerne persönlich.

Hinweis: Beim Hautkrebs-Screening mit Auflichtmikroskop (Dermatoskop) handelt es sich um eine sogenannte IGeL-Leistung, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Die Dauer einer solchen Vorsorgeuntersuchung kann abhängig von der Anzahl der zu untersuchenden Muttermale und deren Auffälligkeiten entsprechend länger oder auch kürzer ausfallen. Unabhängig von der Dauer erfolgt jede Hautkrebsvorsorgeuntersuchung jedoch immer äußerst gründlich. Sind keine Auffälligkeiten vorhanden, müssen diese auch nicht via Videodokumentation gespeichert werden, außer der Patient bittet ausdrücklich um eine Dokumentation. Bei der Kassenleistung ohne Zuzahlung wird die Vorsorgeuntersuchung mit dem bloßen Auge ohne Zuhilfenahme von technischem Gerät durchgeführt.


Dr. med. Stefan Duve

Mit über 20 Jahren Erfahrung und internationalem Wirken zählt Dr. med. Stefan Duve inzwischen zu den besten Dermatologen Europas.


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