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Haut

Narben – Behandlung und Pflege


von Dr. med. Stefan Duve|15.02.2022

Operationen, Verletzungen oder auch Akne können sichtbare Narben auf der Haut hinterlassen. Diese werden nicht selten als äußerst störend empfunden. Mithilfe modernster Korrekturmaßnahmen lassen sich Narben aber inzwischen ohne großen Aufwand korrigieren. Im Vorfeld sollten sich Betroffene jedoch im Klaren sein, dass sich Narben nie gänzlich entfernen, sondern lediglich unauffälliger erscheinen lassen.

Verschiedene Narbenarten

Eine Narbe entsteht in der Regel dann, wenn tiefere Hautschichten verletzt werden. Narben sind ein Teil der Wundheilung, wobei die geschädigte Haut durch weniger elastisches Narbengewebe ersetzt wird. Je nach Ursache der Hautverletzung werden dabei verschiedene Arten von Narben unterschieden:

  • Atrophe Narben: eingesunkene Narben, meist als Folge von Akne
  • Hypertrophe Narben: erhabene, verdickte und oft auch juckende Narben
  • Keloide: Narbenwucherung, die sogar über den Bereich der Verletzung hinausragt
  • Kontrakturen: Narbengewebe, das sich stark zusammenzieht und verhärtet, oft nach Verbrennungen oder großflächigen Verletzungen

Behandlung von Narben

Narben werden oft als optisch störend empfunden. Aus diesem Grund wünschen sich Betroffene eine Entfernung oder zumindest eine Reduktion. Handelt es sich um eine ausgeprägte Narbe, bieten sich modernste minimalinvasive Methoden an. Hierzu zählt zum Beispiel das Micro-Needling, die Behandlung mit dem fraktionierten CO2-Laser oder auch die PRP-Unterspritzungsmethode mittels Eigenblut. Da diese Verfahren meist schon zu einer zufriedenstellenden Verbesserung des Narbengewebes führen, kommt eine chirurgische Behandlung nur noch in den seltensten Fällen infrage. Bei der operativen Korrektur wird das Narbengewebe entfernt und mit resorbierbaren Fäden neu vernäht.

Narbenpflege

Um den Heilungsprozess einer Narbe zu unterstützen, empfiehlt sich, diese so früh wie möglich entsprechend zu pflegen. Hierfür bieten sich spezielle Präparate (z. B. in Form von Narbensalben oder -cremes) an. Diese enthalten Silikone, die in kreisenden Bewegungen auf das Narbengewebe aufgetragen einen wasserundurchlässigen Film bilden, der die Narbe elastisch hält. Ebenso können sogenannte Narbenpflaster dabei helfen, die betroffenen Stellen zu pflegen und die Narbe optisch zu minimieren.

Sie denken über die Korrektur einer Narbe nach? Gern beraten wir Sie individuell über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten in unserem HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER.


Dr. med. Stefan Duve

Mit über 20 Jahren Erfahrung und internationalem Wirken zählt Dr. med. Stefan Duve inzwischen zu den besten Dermatologen Europas.


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