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Haut

Müssen alle Pflegeprodukte von einer Linie sein?

Wer kennt es nicht: Reinigungsprodukt, Tonic, Serum und Creme – alle von unterschiedlichen Pflegelinien und Marken. Doch tun wir mit dem Mix-&-Match-Prinzip, bei dem unzählige Produkte nach Lust und Laune kombiniert werden, auch unserer Haut etwas Gutes?


von Dr. med. Stefan Duve|01.08.2018

Verwirrung vorprogrammiert

Innerhalb einer Pflegelinie sind die enthaltenen Wirkstoffe perfekt aufeinander abgestimmt. Werden zu viele Produkte unterschiedlicher Marken gleichzeitig verwendet, verwirrt das die Haut oftmals. Das Wirkstoff-Wirrwarr bringt sie schnell aus der Balance. Rötungen und Irritationen bilden sich, im schlimmsten Fall sogar eine periorale Dermatitis. Bei der nicht ansteckenden Hauterkrankung handelt es sich um eine flächige, leicht schuppige und gerötete Veränderung, die vor allem im Mundbereich, im fortgeschrittenen Stadium auch an Nase und Kinn auftritt. Wird die periorale Dermatitis, auch Stewardessen-Krankheit genannt, von einem Dermatologen bestätigt, muss über einen bestimmten Zeitraum konsequent auf Hautpflegeprodukte verzichtet werden. Einzige Ausnahme: medizinische Salben, die gegebenenfalls vom Arzt verordnet werden.

Treu bleiben

Um der sogenannten Stewardessen-Krankheit vorzubeugen, sollten so viele Produkte wie möglich aus einer Pflegeserie stammen. Diese enthalten in der Regel die identischen Wirkstoffe und bauen gezielt aufeinander auf. Das minimiert die Gefahr, dass sich Wirkstoffe womöglich nicht vertragen oder sogar miteinander reagieren. Wer nicht konsequent einer Marke treu bleiben möchte, sollte zumindest Serum und Gesichtscreme derselben Linie wählen. Da das hochkonzentrierte Serum und die intensive Creme direkt übereinander aufgetragen werden, können sie sich optimal verstärken und erzielen das bestmögliche Pflegeergebnis.


Dr. med. Stefan Duve

Mit über 20 Jahren Erfahrung und internationalem Wirken zählt Dr. med. Stefan Duve inzwischen zu den besten Dermatologen Europas.


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