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Haut

Hautkrebs Prävention


von Dr. med. univ. Wolfgang Niederdorfer|30.11.2021

Inzwischen ist vermutlich jedem bekannt, dass direkt auf die Haut einwirkende Sonnenstrahlung zu Sonnenbrand, vorzeitiger Alterung und Hautkrebs führen kann. Umso wichtiger, dass die Haut durch präventive Maßnahmen konsequent geschützt wird. Dies verdeutlicht auch eine Studie, bei der Einwohner aus Nambour, Australien, in Hinblick auf die Verwendung von Sonnenschutzmitteln beobachtet wurden. Ihnen war freigestellt, ob sie welche verwenden, wie oft und wie viel. Nach fünf Jahren zeigte sich dann, dass jene Probanden, die sich täglich schützten – und sei es nur mit LSF 15 –, signifikant seltener an Hautkrebs erkrankten als jene, die keinen Sonnenschutz auftrugen.

UVA- und UVB-Strahlen

Wenn es um UV-Strahlung geht, wird grundsätzlich zwischen UVA- und UVB-Strahlen unterschieden. Im Vergleich zu UVA-Strahlen rufen UVB-Strahlen nur in den oberen Hautschichten ihre biologische Wirkung und direkte DNS-Schäden hervor. UVA-Strahlen können dagegen tief in die Haut eindringen und spielen eine wesentliche Rolle in der Tumorbildung. Risikofaktoren sind dabei vor allem ein heller Hauttyp sowie Sonnenbrände (insbesondere in der Kindheit). In der Forschung untersucht man schon länger, wie es zur Melanombildung kommt. Inzwischen ist bekannt, dass die sich bildenden Metastasen meist tödlich sind. Zudem wissen wir heute, dass Sonnenschutz nicht nur präventiven, sondern auch progressiven Einfluss auf die Haut hat. Demnach sollten sich auch Patienten, bei denen bereits ein malignes Melanom aufgetreten ist, unbedingt weiterhin ausreichend mit Sonnenschutz schützen.

Sonnenschutz und Vitamin D

Welchen Einfluss Sonnenschutz auf die Vitamin-D-Bildung hat, ist immer noch umstritten. Meta-Analysen konnten aber inzwischen zeigen, dass Sonnenschutz die Vitamin-D-Serumwerte sowohl erhöhen als auch senken kann. Eine klare Tendenz lässt sich daraus zwar nicht erkennen. Bekannt ist allerdings, dass auch Sonnenschutzcremes mit höherem UVA-Schutz eventuell die Vitamin-D-Produktion zulassen können. Sollte dennoch ein Vitamin-D-Mangel erkannt werden, kann dieser mit der kurzfristigen Einnahme spezieller Präparate reguliert werden.

Hautkrebsvorsorge beim Dermatologen

Unabhängig von bereits vorhandener Sonnenschäden sollte in regelmäßigen Abständen eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Dabei wird die gesamte Haut auf auffällige Veränderungen begutachtet. Im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER setzen wir zudem auf technische Hilfsmittel. So können mittels modernster Computertechnologie auffällige Muttermale gescannt und Bösartigkeitskriterien berechnet werden. Digital gespeichert, erhalten wir auf diese Weise für Muttermale, die kontrolliert werden müssen, einen detailgenauen Vergleich früherer und aktueller Hautbefunde.


Dr. med. univ. Wolfgang Niederdorfer

Dr. med. Wolfgang Niederdorfer hat sich neben der klassischen Dermatologie besonders auf die Lasertherapie spezialisiert.


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