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Haut

Diagnostik und Therapie von weißem Hautkrebs


von Dr. med. Hans-Peter Schoppelrey|31.03.2022

Das Basaliom (auch als Basalzellkarzinom bezeichnet) zählt zu den häufigsten Hauttumoren in Deutschland. Die meisten Basalzellkarzinome mit einer Eindringtiefe von weniger als einem Millimeter werden dabei mittels Auflichtmikroskopie diagnostiziert. Diese Diagnostikmethode nimmt damit in der Sprechstunde einen großen Stellenwert ein. Die gute Nachricht: Frühzeitig erkannt, lässt sich das Basalzellkarzinom in den meisten Fällen vollständig heilen.

Optische Biopsie

Ab dem 50. Lebensjahr steigt sowohl das Risiko für Frauen als auch für Männer, an einem Basaliom zu erkranken. Aber auch bei jüngeren Patienten ist weißer Hautkrebs, der vorrangig durch übermäßige UV-Strahlung verursacht wird, keine Seltenheit. Die Auflichtmikroskopie bietet uns Dermatologen ein modernes diagnostisches Verfahren, mit dem Hauttumoren in Echtzeit diagnostiziert werden können. Hierfür wird die gesamte Haut mit einem Auflichtmikroskop gescannt. Auffällige Veränderungen werden dabei mit modernster Computertechnologie auf Bösartigkeitskriterien untersucht. Ohne eine Gewebeprobe mit dem Skalpell entnehmen zu müssen, bietet sich die schmerz- und risikofreie Methode vor allem zur Früherkennung von Hautkrebs an.

Operative Entfernung

Die Standardbehandlungen für Basalzellkarzinome besteht darin, den Tumor operativ zu entfernen. Bei kleineren Basalzellkarzinomen kann der Eingriff ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Der Tumor wird mitsamt einem geringen Anteil des angrenzenden Gewebes aus der Haut geschnitten. Anschließend kommt das entfernte Gewebe ins Labor, um die Schnittränder auf mögliche Tumorreste zu untersuchen. Gelingt es auf Anhieb nicht, das komplette Tumorgewebe zu entfernen, erfolgt eine Nachoperation. Vor allem bei größeren Tumoren ist dann nicht selten eine Hauttransplantation erforderlich.

Nicht chirurgische Alternativen

Sollten bei Patienten Kontraindikationen gegen eine Operation bestehen, sind auch Laser zur Therapie eine Option. Vorrangig arbeiten wir dabei mit dem CO2-Laser oder dem Erbium:YAG-Laser. Das Laserlicht wird genutzt, um die geschädigte Haut schichtweise abzutragen. Insbesondere bei kleineren, oberflächlichen Basaliomen eingesetzt, lassen sich gutartige Hautveränderungen auf diese Weise ohne spätere Narbenbildung entfernen. Die Behandlung wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.

Welche Therapieform sich am besten eignet, hängt ganz von individuellen Faktoren ab. Gerne beraten wir Sie im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER persönlich zu diesem Thema.


Dr. med. Hans-Peter Schoppelrey

Zu Dr. med. Schoppelreys Spezialgebiet im Praxisalltag gehören die ästhetische und Anti-Aging-Dermatologie sowie ambulante Operationen.


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