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Beauty-Trend: Barbie BOTOX


von Dr. med. Christian Merkel|13.12.2023

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Im Kino hat sie in diesem Jahr sämtliche Rekorde gebrochen – und viele wollen sein wie sie: Barbie. Während die Älteren die aktuelle Präsenz der fleischgewordenen Plastikpuppe mit einem verklärten Lächeln voll wehmütiger Kindheitserinnerungen wahrnehmen, träumen vor allem die Jüngeren davon, so auszusehen wie ihr (vermeintlich) perfektes Vorbild. Bei der Generation TikTok besonders beliebt: Barbie-Botox bzw. #barbiebotox.

Auch bei uns im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER kommt der Beauty-Wirkstoff Botulinumtoxin regelmäßig zum Einsatz – doch wie so oft gilt auch hier: Die Dosis macht das (Nerven-)Gift. Darum nehme ich den pinkfarbenen Plastiktrend heute für Sie einmal genauer unter die Lupe.

Perfekte (Alb-)Traummaße

Der Busen zu groß, die Taille zu schmal … Wissenschaftler errechneten, dass Barbie mit ihren übertrieben femininen Körperformen und Proportionen gar nicht lebensfähig wäre. Dazu die Nase zu stupsig, die Augen zu rund, die Lippen zu voll und das Haar zu lang – von allem zu-viel, verkörpert Barbie für viele ein unrealistisches Schönheitsideal, von Traummaßen weit entfernt. Dazu die grazile Haltung, zarte Schultern und der lange, schlanke Schwanenhals. Um genauso auszusehen und die gewünschte Barbie-Ästhetik zu bekommen, setzen Fans und Influencer aktuell auf #barbiebotox und lassen mit Botulinumtoxin ihren Musculus trapezius modellieren. Also den trapezförmigen Bereich vom Hinterkopf über den Schulter- und oberen Rückenbereich bis zu den Brustwirbeln hinunter und außen bis zum Schulterblatt. Der obere Trapezmuskel, also der Teil oberhalb des Schulterblatts, wird dabei mithilfe von Botulinumtoxin gelähmt, um das Muskelvolumen zu verringern und so optisch für einen längeren (Schwanen-)Hals, zierliche Schultern und eine anmutigere Haltung zu sorgen. Dafür sollte man pro Seite zwischen 20 und 40 Einheiten Botox einplanen – besonders für die jüngere Zielgruppe alles andere als ein Schnäppchen. Dafür dauert die Behandlung nur maximal 15 Minuten und es gibt keinerlei Ausfallzeiten. Da der Körper Botulinumtoxin jedoch nach und nach wieder abbaut bzw. dessen lähmende Wirkung nachlässt, muss man für den Erhalt der Barbie-Optik nach spätestens sechs Monaten nachbehandeln.

Risiken und Nebenwirkungen

Ganz ohne Risiko und mögliche Nebenwirkungen ist #barbiebotox bzw. Traptox (setzt sich aus Trab für Trapezmuskel und tox für Botulinumtoxin zusammen) dennoch nicht … In erster Linie ist der Trapezmuskel nämlich dazu da, Kopf, Schultern und Schulterblätter in verschiedene Richtungen zu bewegen. Schwächt bzw. lähmt man den Muskel, kann das möglicherweise dazu führen, dass man besonders am Anfang – also direkt nach der Behandlung – den Kopf nicht mehr richtig aufrechthalten kann. Schlimmstenfalls kann er sogar ganz zur Seite kippen. Wird nicht an den richtigen Stellen gespritzt oder ist die Wirkstoffdosis zu hoch, kann das auch zu einer vorübergehenden Einschränkung der Muskelkraft führen. Schlimmstenfalls drohen Haltungsschäden, und es sind sogar Lähmungen möglich. Darum ist es umso wichtiger, dass die Botulinumtoxininjektion fachgerecht durchgeführt wird. Wer eine Behandlung in Betracht zieht, sollte bitte immer ausschließlich zu Expert*innen auf diesem Gebiet gehen und sich vorab ausführlich beraten und aufklären lassen.

Gesundheitliche Benefits

Lässt man den optischen Effekt außen vor, kann die Botulinumtoxinbehandlung dieser Region durchaus auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Spannungskopfschmerzen, Migräne, Spasmen, Muskelverspannungen bzw. Rückenschmerzen und Muskelkrämpfe können mit der Injektion von Botulinumtoxin gezielt behandelt und dadurch gebessert werden. Der muskellähmende Effekt des Wirkstoffs löst knötchenförmige Verhärtungen auf und lässt sie verschwinden. Für Patienten mit akuten Beschwerden also eine große Erleichterung und Linderung. Aber dennoch keine dauerhafte Lösung für Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich. Um langfristige Ergebnisse zu erzielen, sollte die Trapezius-Botox-Behandlung regelmäßig wiederholt werden, gleichzeitig tun Betroffene gut daran, sowohl an ihrer Körperhaltung zu arbeiten wie auch Stress zu reduzieren.

Ob Barbie-Optik, Muskelverspannungen oder Kopfschmerzen – wenn Sie eine Anwendung in Betracht ziehen, lassen Sie sich bitte vorab immer gründlich und am besten ausschließlich von Expert*innen auf diesem Gebiet aufklären und beraten. Kommen Sie gerne zu uns ins HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER!


Dr. med. Christian Merkel

Dr. med. Christian Merkel ist Facharzt für Dermatologie und Allergologie und Ihr Ansprechpartner bei Fragen rund um die Behandlung von Haarausfall.


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