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Was genau ist ein Kontaktekzem?

20. August 2018

Allergien zählen zu den Umweltkrankheiten Nummer eins. Dies bemerken auch wir bei uns in der Praxis. Kein Wunder, denn schätzungsweise 20 bis 30 Millionen Deutsche sind von allergischen Erkrankungen betroffen. Besonders häufig handelt es sich dabei um ein Kontaktekzem.

WIE ÄUSSERT SICH EIN KONTAKTEKZEM?

Bei einem allergischen Kontaktekzem kommt es zu einer nicht ansteckenden Entzündung der obersten Hautschicht, die mit typischen Symptomen verbunden ist: einer begrenzten, anschwellenden Auflockerung der Oberhaut, die in schweren Fällen Bläschen oder Knötchen zeigt, sowie unstillbarem Juckreiz. Ausgelöst wird das Kontaktekzem durch wiederholten Kontakt mit an sich ungefährlichen Stoffen. Bleibt die erste Berührung meist unbemerkt, kommt es dennoch zur sogenannten Sensibilisierung. Erst wenn die Allergene erneut auf die Haut gelangen, entwickelt sich nach 48 bis 72 Stunden eine sichtbare Reaktion. Prinzipiell können alle Körperstellen davon betroffen sein. Bevorzugt bilden sich allergische Kontaktekzeme allerdings an den Händen.

WIE LÄSST ES SICH DIAGNOSTIZIEREN?

Um die möglichen Ekzemauslöser zu ermitteln, benutzen wir in der Praxis den sogenannten Epikutantest. Hierfür wird auf dem Rücken des Patienten ein Pflaster mit den infrage kommenden Stoffen platziert, das für 24 Stunden auf der Haut verbleibt. Auf diese Art lassen sich die häufigsten Allergene testen. Zudem können gezielt Substanzen hinzugefügt werden. Schwieriger wird es allerdings bei Duftallergien. Um das Ausmaß einschätzen zu können: Alleine in Mitteleuropa sind etwa 6.000 Duftstoffe bekannt.

WELCHE BEHANDLUNGSMETHODEN GIBT ES?

Momentan ist es leider noch nicht möglich, ein allergisches Kontaktekzem zu hyposensibilisieren, sprich eine immunologische Toleranz herzustellen. Die einzige präventive Maßnahme liegt im Bestimmen und anschließenden Meiden des betroffenen Stoffes. Es empfiehlt sich daher, eine exakte Allergiediagnostik beim Dermatologen durchführen zu lassen. Um vorhandene Symptome schnell zu lindern, verschreibt der Arzt in der Regel auch eine leicht steroidhaltige Creme oder rät zu einem Antiseptikum bzw. einer rückfettenden Pflege ohne kontaktallergenes Risiko.



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