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Nachts ist der Körper auf Regeneration gepolt: Die Zellteilungsrate ist bis zu achtmal höher als tagsüber. Die Haut beseitigt sämtliche Defizite, die tagsüber entstanden sind. Konkret bedeutet das: Zellschäden werden repariert, Feuchtigkeitsverluste ausgeglichen und Schutzmechanismen reaktiviert. Viel Arbeit, die mit der richtigen Nachtpflege unterstützt werden kann. Wie viel Schlafstunden ein Mensch benötigt, ist übrigens individuell unterschiedlich. Neben der Menge entscheidet vor allem die Qualität. [...]
von Dr. med. Hans-Peter Schoppelrey|27.09.2017
Nachts ist der Körper auf Regeneration gepolt: Die Zellteilungsrate ist bis zu achtmal höher als tagsüber. Die Haut beseitigt sämtliche Defizite, die tagsüber entstanden sind. Konkret bedeutet das: Zellschäden werden repariert, Feuchtigkeitsverluste ausgeglichen und Schutzmechanismen reaktiviert. Viel Arbeit, die mit der richtigen Nachtpflege unterstützt werden kann. Wie viel Schlafstunden ein Mensch benötigt, ist übrigens individuell unterschiedlich. Neben der Menge entscheidet vor allem die Qualität.
Im Gegensatz zu einer Tagescreme, die der Haut am Tag ausreichend Schutz bietet, ist eine auf den Hauttyp abgestimmte Nachtcreme generell reichhaltiger und pflegt somit intensiver. Ein weiterer Unterschied: Eine Nachtcreme unterstützt gezielt die körpereigenen Reparaturprozesse. Aus diesem Grund sollten vorrangig Regenerationsstoffe enthalten sein, die das Bindegewebe aufbauen, wie zum Beispiel das Niacinamid Vitamin B3 sowie Wirkstoffe, die zur Feuchtigkeitsversorgung beitragen, wie Hyaluron. Unreine Haut dagegen profitiert von Salicyl- und Glykolsäure. Wer sensible Haut hat, verzichtet auch nachts besser komplett auf Duftstoffe.
Grundsätzlich sollte eine Nachtcreme nur auf gut gereinigte und tonisierte Haut aufgetragen werden. Make-up-Reste, Schmutz und Talg verstopfen die Poren und verhindern die Penetration wertvoller Wirkstoffe. Um die nächtliche Regeneration zusätzlich zu begünstigen, unter die Nachtpflege ein hydrophiles Serum verteilen. Außerdem empfiehlt es sich, sehr reichhaltige Nachtcremes nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen zu verwenden. Damit die Inhaltsstoffe gut einziehen und nicht sofort wieder im Kopfkissen landen, etwa 20 bis 30 Minuten Zeit zwischen Cremen und zu Bett gehen verstreichen lassen. Auch das Einmassieren der Pflege macht durchaus Sinn. Der manuelle Druck der Finger fördert die Wärmeentwicklung und somit das tiefere Eindringen.
Zu Dr. med. Schoppelreys Spezialgebiet im Praxisalltag gehören die ästhetische und Anti-Aging-Dermatologie sowie ambulante Operationen.