Patienten mit Akne sind meist einem enormen Leidensdruck ausgesetzt. Dies lässt sich nicht nur auf Akne-Hautveränderungen (wie Mitesser oder im entzündlichen Stadium Pickel und Pusteln) zurückzuführen; nahezu die Hälfte aller Akne-Patienten leidet auch unter Narbenbildung. Wichtig zu wissen: Mit dem Schweregrad der Akne steigt automatisch auch das Risiko von Narben. Ziel einer jeden Therapie sollte es daher sein, die Akne langfristig in den Griff zu bekommen und der Narbenbildung somit effektiv vorzubeugen.

Warum entstehen Akne-Narben?

Akne-Narben entstehen – wie bereits erwähnt – vorrangig bei starker und entzündlicher Akne, da die Haut in diesen fortgeschrittenen Stadien bis in tiefen Schichten Schäden aufweist. Wird beim Heilungsprozess zu wenig oder zu viel kollagenes Ersatzgewebe gebildet, kann es zu eingesunkenen (atrophen) oder erhabenen (hypertrophen) Narben kommen. Aber auch das Ausdrücken von Pickeln erhöht das Risiko von Akne-Narben um ein Vielfaches. Die Haut wird beim Drücken unnötig gereizt, wodurch sich die Entzündung verschlimmern kann und sich unschöne Verfärbungen oder Narben bilden.

Einfluss verschiedener Akne-Arten auf Narbenbildung

Je nach Tiefe und Ausprägung der Entzündung, variiert auch das Risiko für Narben.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Je tiefer und stärker die Entzündung, desto höher auch das Risiko für Akne-Narben.

Akne-Narben effektiv vorbeugen

Eine frühzeitig eingeleitete Behandlung ist bei Akne essenziell, um neben einer langfristigen Verbesserung des Hautbildes auch Akne-Narben vorzubeugen. Zudem empfiehlt es sich, Pickel nicht auszudrücken. Das kann die Haut reizen und das Gewebe stark schädigen. Das Verwenden entsprechender nicht-komedogener, schonender Pflegeprodukte hilft ebenfalls, Entzündungen und damit auch das Narbenrisiko zu minimieren. Dabei ist eine sanfte Reinigung ein Muss, da anderenfalls die Hautbarriere geschwächt und diese anfälliger für Entzündungsreaktionen wird.

Betroffenen stehen des Weiteren moderne dermatologische Behandlungsmethoden zur Verfügung, die sich bei Akne-Narben als effizient erwiesen haben.

Hierzu zählt z.B. die Agnes-Methode:

ein Kombinationsverfahren aus Radiofrequenz und Microneedling, bei der ein mit einer mikroisolierten Nadel besetztes Handstück bis zu sechs Millimeter tief in die Haut injiziert wird. Um die Talgdrüsen direkt zu zerstören, wird die Haut durch die punktuelle Abgabe von Radiofrequenz auf 70 bis 80 °C erwärmt. Das umliegende Gewebe bleibt komplett unbeeinträchtigt.

Aber auch Fruchtsäurepeelings bieten sich an, vorwiegend mit Glykolsäure Alpha-Hydroxy-Acid (AHA). In Gelform auf die Haut aufgetragen, trägt das Peeling kontrolliert die obere Hornschicht ab, um ein glattes, verfeinertes Hautbild zu erhalten.

Frühzeitige Akne-Behandlung

Schätzungsweise etwa 99 % aller Akne-Narben stammen von entzündlichen Hautveränderungen. Inzwischen weiß man, dass bei Patienten mit Neigung zu Akne-Narben sämtliche Entzündungsprozesse stärker im Immunsystem vermittelt werden und auch deutlich länger anhalten. Eine frühzeitige therapeutische Intervention ist daher essenziell. Um einen individuellen Therapieplan festzulegen, diagnostiziert der Arzt zunächst die Art der Akne. Der Plan beinhaltet neben der täglichen Pflegeroutine auch regelmäßige medizinische Ausreinigungen. Bei der sogenannten Akne-Toilette wird die Haut professionell ausgereinigt. Das Facial dauert zwischen 30 und 60 Minuten und beinhaltet außerdem eine beruhigende Maske, die zur Hautregeneration beiträgt, sowie auf Wunsch eine Ultraschallbehandlung. Ebenso effizient sind Fruchtsäurebehandlungen oder auch LED- und Blaulichttherapien.

Antibiotikafreie Therapie

Im Extremfall raten viele Dermatologen zu einer medikamentösen Therapie. Doch die medikamentösen Kombinationstherapien mit Antibiotika sind mit dem Risiko der Resistenzentwicklung verbunden. Aus diesem Grund sollte eine antibiotikafreie Therapie immer die erste Wahl sein. Eine langfristige Verbesserung des Erscheinungsbildes lässt sich auch mit einer frühen Entzündungskontrolle erzielen.

Als besonders effektiv hat sich hier die Kombination aus 0,3 % Adapalen und 2,5 % Benzoylperoxid bewährt, die täglich einmal am Abend auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen wird. Das verschreibungspflichtige Gel zeichnet sich durch seinen schnellen Wirkeintritt aus. Bereits nach einer Woche ist eine signifikante Reduktion entzündlicher Läsionen erkennbar (nach zwölf Wochen sogar eine Verbesserung um bis zu 74,4 %).

Sie wünschen eine professionelle Beratung zur Behandlung Ihrer Akne-Narben? Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde.

Minimalinvasive Treatments liegen absolut im Trend. Risikoarm sollen sie sein, aber dennoch so effektiv, dass Alterungserscheinungen ohne Maskeneffekt gemindert werden. Das Besondere: Je nach Ausgangssituation und gewünschtem Ergebnis lassen sich die Methoden entweder alleine anwenden oder individuell miteinander kombinieren. Hier die Topbehandlungen unserer Praxis, zugeordnet nach Stadien der Hautalterung, von leichten bis hin zu starken Alterungserscheinungen.

Leicht

Zustand der Haut: Trockenheits- und erste Mimikfältchen an Augen und Mund

Mittel

Zustand der Haut: leicht erschlaffte Gesichtszüge, Krähenfüße und eine ausgeprägte Nasolabialfalte

Stark

Zustand der Haut: Elastizitätsverlust, ausgeprägte Falten und schmale Lippen

Inkontinenz bedeutet für Betroffene eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Und dabei betrifft der unbewusste Harnverlust beim Lachen, Husten oder Heben von schweren Gegenständen sowohl Frauen als auch Männer. Schuld daran ist häufig eine unzureichend ausgebildete Beckenbodenmuskulatur. Diese zu stärken ist jedoch nicht so einfach. Abhilfe verspricht die neue Behandlungsmethode mit dem BTL Emsella, einem magischen Spezialstuhl, der ohne jegliche Anstrengung die gesamte Beckenbodenmuskulatur stärkt und eine bestehende Inkontinenz effektiv reguliert.

DER MAGISCHE STUHL

Betrachtet man den BTL Emsella das erste Mal, zweifelt man regelrecht, ob der schlichte Hightech-Stuhl auch wirklich halten kann, was er verspricht. Lediglich das Sitzen darauf genügt nämlich, damit die fokussierte elektromagnetische Energie die gesamte Beckenbodenmuskulatur in ihrer Tiefe stimulieren kann. Die schmerzfreie Anwendung erfolgt vollständig bekleidet und dauert lediglich etwa 30 Minuten. In dieser Zeit sind zwar nur ein leichtes Kribbeln und eine Vibration zu spüren, doch dies genügt bereits, um den unteren Rücken, die innere Becken- sowie untere Bauchmuskulatur und somit die gesamte Körpermitte zu straffen. Inkontinenz kann somit gelindert werden, aber auch bessere Orgasmen lassen sich als Nebenwirkung des erzielten Straffungseffekts verbuchen. Die Behandlung hat keine Ausfallzeiten zur Folge. Für ein vollständig zufriedenstellendes Ergebnis sollten mehrere Sitzungen (in der Regel sechs Einheiten) stattfinden.

Viele Frauen und Männer haben mit Fettpolstern zu kämpfen. Wie sehr man sich auch bemüht, sie lassen sich einfach nicht reduzieren. Oftmals zeigen sich solche Ansammlungen nach Schwangerschaften oder intensiven anhaltenden Stressphasen. Mit CoolSculpting lassen sich kleinere Fettdepots jetzt ohne Operation behandeln.

WAS IST COOLSCULPTING?

Selbst für schlanke Frauen und Männer sorgt der Blick in den Spiegel nicht selten für schlechte Laune. Der Grund: kleine Fettansammlungen, die selbst nach gezielten Sporteinheiten hartnäckig bestehen bleiben. Mit dem CoolSculpting-Verfahren können Reiterhosen, Hüftspeck und Co. effektiv mithilfe einer patentierten Kühltechnologie behandelt werden.

WIE FUNKTIONIERT COOLSCULPTING?

Das CoolSculpting-System bietet verschiedenste Applikatoren, die individuell ausgewählt gezielt auf die Problemzone aufgelegt werden. Anschließend wird die Haut mit leichtem Unterdruck angesaugt und kontrolliert heruntergekühlt. Ein Gelpad, das sich zwischen Applikator und zu behandelnder Körperstelle befindet, schützt die Haut vor möglichen Erfrierungen. Eine Sitzung dauert in der Regel 45 Minuten. In dieser Zeit können Patienten problemlos lesen, Mails checken oder einfach entspannen. Ein zufriedenstellendes Ergebnis ist von vielen Faktoren (wie Ernährung oder Sport) abhängig. So kann eine einmalige Behandlung ausreichen, gegebenenfalls aber eine weitere Sitzung erforderlich sein.

Hyaluronsäure ist wohl der beliebteste Wirkstoff der Beauty-Industrie, der insbesondere zur Hautverjüngung zum Einsatz kommt. Angeblich kann Hyaluron aber noch viel mehr. Neueste Erkenntnisse zeigen: Hyaluronsäure hilft beim Abnehmen. Und das Beste: Hyaluronsäure-haltige Lebensmittel lassen sich ganz einfach in den Speiseplan integrieren.

WAS IST HYALURONSÄURE?

Genau genommen versteht man unter Hyaluronsäure einen Vielfachzucker. Mit seiner strukturgebenden Eigenschaft kommt Hyaluron in allen Organen und Gewebestrukturen von Wirbeltieren vor. In der Plasmamembran der Zelle gebildet findet sich beim Menschen die höchste Hyaluronsäure-Konzentration im Bindegewebe. Bereits ab dem 25. Lebensjahr sinkt die Konzentration allerdings, und erste Alterungserscheinungen werden sichtbar. Durch gezielte Ernährung mit Hyaluronsäure-haltigen Lebensmittel lässt sich dieser Prozess verlangsamen. Als natürlicher Bestandteil vieler, meist pflanzlicher Lebensmittel kann Hyaluron leicht in den Speiseplan integriert werden. So wird nicht nur das Hautbild, sondern auch ein gewünschter Gewichtsverlust positiv beeinflusst.

FÜNF LEBENSMITTEL MIT HYALURON, DIE BEIM ABNEHMEN HELFEN

Zitrusfrüchte

Egal ob Orange, Zitrone oder Grapefruit, sie alle enthalten viel Vitamin C sowie Magnesium, das bei der Bildung von körpereigenem Hyaluron eine entscheidende Rolle spielt. Wer am Morgen seinen Tag mit warmem Zitronenwasser beginnt (Mischverhältnis: eine halbe Zitrone auf ein Glas warmes Wasser), kurbelt außerdem die Körperfunktionen an und setzt die Entgiftungsprozesse in Gang. Ein weiterer Vorteil von Zitrusfrüchten: Sie stillen das Verlangen auf Süßes.

Knochenbrühe

Knochenbrühe ist das Superfood schlechthin, das in Amerika gerade als großer Food-Trend gehypt wird. Zu den berühmten Fans zählen u. a. Gwyneth Paltrow und Salma Hayek. Die sogenannte Bone Broth ist kalorienarm und enthält Kollagen – ein essenzieller Bestandteil von Knochen, Knorpeln, Sehnen und Bänder. Nicht zu vergessen: der hohe Hyaluronsäuregehalt, weshalb sich die Brühe bestens zum Abnehmen eignet.

Rotes Fleisch

Auch in rotem Fleisch ist reichlich Hyaluronsäure enthalten. Wer seinen Hyaluronbedarf mit Fleisch decken möchte, sollte zu Steak greifen. Aber: keinesfalls durchgaren. Die Hitze zerstört die feine chemische Struktur des Vielfachzuckers. Übrigens: Auch in Innereien wie Leber ist eine sehr hohe Konzentration an Hyaluronsäure zu finden.

Mandeln

Nüsse sind der ideale Snack für zwischendurch. Reich an gesunden Fetten, Eiweiß, Kalzium, Vitamin E und Magnesium helfen sie dabei, die Hyaluronsäure-Produktion im Körper zu beschleunigen.

Dunkle Schokolade

Süßigkeiten sind beim Abnehmen normalerweise tabu. Die Ausnahme: dunkle Schokolade mit mindestens 85 Prozent Kakaoanteil. Der darin enthaltene hohe Magnesium- und Zinkgehalt hilft dem Körper dabei, die natürliche Produktion von Hyaluronsäure zu steigern.

Schon mal etwas von der Bananenfalte gehört? Vielen dürfte der Begriff noch unbekannt sein, für uns Beauty-Docs gehört er allerdings bereits zum geläufigen Körpertrend. Spätestens seit dem „Brazilian Butt Lift“, der chirurgischen Vergrößerung des Pos, fragen Patientinnen zunehmend nach dem Geheimnis der perfekten Bananenfalte. Aber muss man sich dafür wirklich unters Messen legen?

NACH DEM SELFIE KOMMT DAS BELFIE

Selfie oder Belfie – der Hype um die besten Instagram-Fotos kennt keine Grenzen. Reichte früher noch ein simples Selfie (Selbstporträt) aus, waren es vor Kurzem noch die Thigh Gaps (die Lücke zwischen den Oberschenkelinnenseiten), die es zu inszenieren galt. Inzwischen wird ein neuer Trend heraufbeschworen: Das „Belfie“, bei dem der Po gezielt in Szene gesetzt wird. Den Stein ins Rollen gebracht hat angeblich Kim Kardashian, die als Erste eine Spiegelaufnahme ihrer Kehrseite hochgeladen hat. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Bananenfalte, der Kerbe zwischen Po und Oberschenkel. Ist diese klar definiert und von straffer, wohlgeformter Haut umgeben, gilt sie als besonders attraktiv. Doch nicht jeder ist von Natur aus mit einer perfekten Bananenfalte gesegnet. Vor allem Frauen neigen genetisch bedingt zu schwachem Bindegewebe. Leisten Schwerkraft und womöglich das zunehmende Alter ihren Teil, nimmt die Falte eine bananenähnliche Form an – daher auch der Name. Ebenso lassen kräftige Oberschenkel aufgrund der angesammelten Fettpolster die Falte unansehnlich aussehen. Die gute Nachricht: Mit Sport kann die Bananenfalte leicht geformt und optimiert werden.

HALLO, KNACKPO!

Eine ansehnliche Bananenfalte verlangt keinen Beauty-Doc, sondern nur eines: ein gezieltes Work-out! Am besten eignen sich hierbei Körpergewichtsübungen, die Po sowie Oberschenkelmuskulatur trainieren und das Bindegewebe straffen. Als ideale Beispiele lassen sich hier Bergaufwandern, rückwärtiges Beinheben oder Treppensteigen erwähnen. Regelmäßiges Peelen und das anschließende Einmassieren hautstraffender Cremes unterstützen den Effekt zusätzlich. Nicht zu vergessen: eine gesunde Ernährung. Konkret heißt das: ungesättigte Fette, Kohlenhydrate nur in Maßen, viel Eiweiß und kein Alkohol.

Cellulite ist eine Bindegewebsschwäche, die sich in Form der uns allen bekannten unschönen Eindellungen zeigt. Grund dafür sind Septen, die sich im Unterhautfettgewebe befinden und die Haut punktuell nach unten ziehen. Mit schlaffer Haut oder Lymphstau hat die Orangenhaut dagegen nichts zu tun, auch wenn dies immer wieder fälschlicherweise behauptet wird.

NEWCOMER GEGEN ALTBEWÄHRTES

Ganz neu auf dem Markt sind gerade Cremes mit Wirkstoffen, die sich Chacoll nennen. Sie sollen angeblich die Kollagenfasern in einer derartigen Weise stärken, dass Fettzellen einfach nach innen verdrängt werden. Als Dermatologe stehe ich dieser Aussage jedoch skeptisch gegenüber und würde dem Wirkstoff lediglich Marketingpotenzial zuschreiben, jedoch keinen wirklichen Effekt. Koffein hingegen zählt nach wie vor zum Anti-Cellulite-Wirkstoff Nummer 1, der in lipophilen Molekülen verkapselt bis in die tiefen Hautschichten aufgenommen werden kann. In geringen Mengen angewendet hat dies auch durchaus Sinn. Koffein zeigt aber auch als Haarwuchsmittel seine Wirkung. Vor allem Frauen mit Wunsch nach glatten, haarlosen Beinen sollten Koffeinprodukte deshalb nur in Maßen verwenden. Plus: Koffein sorgt dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen, was wiederum Einfluss auf die Durchblutung im Bindegewebe hat und den Effekt von Cellulite sogar im schlimmsten Fall noch verschlechtern kann.

NACHHELFEN MIT TOOLS

Es gibt allerlei Tools auf dem Markt, die alleine angewendet oder zum Einmassieren der Pflege gedacht sind. Dies ist prinzipiell keine schlechte Idee, doch der Entstehungsprozess von Cellulite findet im Unterhautfettgewebe statt, sprich in einer Tiefe von circa einem Zentimeter. Um in einer solchen, vergleichsweise tiefen Gewebeschicht zu arbeiten, bedarf es eines gewissen Drucks, der lediglich durch professionelle Methoden im Institut oder in der Praxis durchgeführt werden kann, wie z. B. einem Needling. Von der Kosmetikerin oder einem Dermatologen angewendet, ist das medizinische Needling-Tool in der Lage, bis zu 2,5 Millimeter tief in die Haut einzudringen. Drei- bis viermal durchgeführt hat dies eine Erneuerung der Kollagenfasern zur Folge, wovon gerade schlaffe Haut profitiert. Ebenso gibt es eine Vielzahl noninvasiver Methoden, wie beispielsweise die LPG Lipomassage, die ohne die Haut zu schädigen Cellulite in der Tiefe bekämpfen. Neben der maschinellen Tiefengewebsmassage eignet sich hier auch der VelaShape III, der Infrarotstrahlung mit vakuumgekoppelter Radiofrequenz kombiniert und somit eine Erwärmung der Fettzellen, des Bindegewebes und der Kollagenfasern bewirkt.

WEITVERBREITETE MYTHEN

Ob Wechselduschen oder Abrubbeln mit einem Sisal- oder Massagehandschuh – Behandlungstipps, die Cellulite mindern, gibt es viele. Die gängigen Ratschläge wirken auch in der Tat durchblutungsfördernd, effektiv lässt sich Cellulite damit jedoch nicht behandeln. Das Gleiche gilt für eine entsprechende Ernährung. Auch hier lässt sich das Erscheinungsbild von Cellulite nur zu einem Bruchteil beeinflussen. Heißt konkret: Natürlich ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sinnvoll, hat aber nur einen Einfluss von circa 5 % auf die Fetteinlagerungen im Gewebe. Sport hingegen kann sich durchaus positiv auf die Hautdellen auswirken. Insbesondere Krafttraining hat einen vielversprechenden Effekt. Der Muskelaufbau erhöht die Spannung im Bindegewebe, was wiederum zu einer Straffung der Hautoberfläche führt.

Mythen rund um den Bereich der Laserbehandlungen gibt es viele. Die wohl haarsträubendste, die uns bislang im Praxisalltag untergekommen ist: Vegetarier sollten von Laser-Haarentfernungsbehandlungen besser absehen. Als Grund wurde der hohe Beta-Carotin-Gehalt in der Nahrung genannt, der die Haut gelblich färbt und somit das applizierte Laserlicht nicht vollumfänglich zu den Haarfollikeln leiten würde. Aber auch andere Unwahrheiten kamen seit Beginn der Lasertherapien im Jahr 1988 immer wieder auf: Laserstrahlung sei massiv gefährlich, könne Krebs hervorrufen oder sei in seiner Wirkung noch nicht genügend erforscht. Zeit, die fünf derzeit gängigsten Lasermythen aus der Welt zu schaffen.

MYTHOS 1: GELASERT WERDEN SOLLTE AUSSCHLIESSLICH IM WINTER

Dies ist wohl der hartnäckigste Mythos, mit dem wir Dermatologen immer wieder konfrontiert werden. Abgesehen von wenigen speziellen Laserbehandlungen ist auch in den Sommermonaten eine Behandlung mit den meisten gängigen Lasern natürlich möglich. Bestes Beispiel hierfür: Die meisten Laseranwendungen finden in den USA statt, größtenteils in Städten mit über 3.000 Sonnenstunden im Jahr. Auch die Angst vor möglichen Pigmentverschiebungen ist unbegründet. Diese treten nämlich auch hierzulande in den Wintermonaten auf, sofern die Haut nicht konsequent mit einem hohen Lichtschutz geschützt wird.

MYTHOS 2: SCHWANGERE DÜRFEN KEINESFALLS GELASERT WERDEN

Es ist wahr, dass die meisten Ärzte von Laserbehandlungen während einer Schwangerschaft absehen. Dies ist aber nicht als Verbot zu betrachten, sondern lediglich als Vorsichtsmaßnahme. Sieht man bei Schwangeren aufgrund des veränderten Hormonhaushaltes von der erhöhten Gefahr möglicher Hyperpigmentierungen ab, sind bislang keine Fälle nachgewiesen worden, bei denen das ungeborene Kind durch eine Laseranwendung zu Schaden gekommen ist. Dennoch raten auch wir dazu, mit mancher Lasertherapie besser bis nach der Geburt zu warten.

MYTHOS 3: IPL IST SICHERER ALS LASER

Häufig werden Behandlungen mit IPL, die mit vermeintlich ungefährlichem Licht beworben werden, als sichere Alternative zum Laser dargestellt. Dies stimmt nicht. Werden die Behandlungen von einem erfahrenen Dermatologen durchgeführt, sind IPL und Laser nahezu deckungsgleich. Der einzige Unterschied: IPL-Lasertreatment werden nicht selten von unqualifizierten Laien angeboten, die womöglich noch mit billigen, technisch unsicheren Gerätschaften erhebliche Nebenwirkungen zur Folge haben können. Seit geraumer Zeit fordern daher dermatologische Fachgesellschaften umfassende Regularien sowie eine standardisierte Ausbildung für Behandler. Ob sich dies in naher Zukunft jedoch bereits umsetzen lässt, ist fraglich.

MYTHOS 4: NAGELPILZ LÄSST SICH MIT EINER LASERBEHANDLUNG BEKÄMPFEN

Eine Nagelpilzerkrankung ist meist eine lästige und langwierige Angelegenheit. Mit dem IPL-Lasertreatment steht uns heute zum Glück eine Methode zur Verfügung, die Symptome und Ursache des Nagelpilzes gleichermaßen bekämpft. Doch viele Betroffene denken, die innovative Lichtbehandlung zeigt bereits nach einer Sitzung ihre Wirkung. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen, sind allerdings mindestens acht Behandlungen nötig. Zudem hat sich nach wie vor die Kombinationstherapie aus Laser, Lack und/oder Tabletten am effektivsten erwiesen.

MYTHOS 5: NACH DEM LASERN WACHSEN HAARE ÜPPIGER NACH

Auch zum Thema Haarentfernung mittels Laser gibt es eine Vielzahl an Mythen. Die Aussagen reichen von „nur eine Sitzung genügt“, bis hin zu „Haare wachsen vermehrt nach“. Letzteres tritt durchaus auf, wenn auch als äußerst seltene Nebenwirkungserscheinung einer Laserhaarentfernung. Grundsätzlich ist es aber nicht erwiesen, dass Rasieren, Schneiden oder eben Lasern der Haare deren Wachstum ankurbelt. Übrigens: Auch eine Behandlung alleine führt noch nicht zum Erfolg. Je nach zu behandelnder Region empfehlen wir zwischen fünf bis sieben Sitzungen.