Noch vor wenigen Jahren kamen die meisten Patientinnen und Patienten vor allem mit dem Wunsch zu uns in die Sprechstunde, kleine oder auch größere Makel im Gesicht zu beheben ‒ für einen jugendlich frischen und ebenmäßigen Teint. Das Gesicht spielt in der ästhetischen Dermatologie weiterhin eine wichtige Rolle, jedoch fragen auch immer mehr Patienten ‒ egal ob weiblich oder männlich ‒ nach effektiven Behandlungen für die Optimierung des Körpers, und das ohne Operation und langwierige Ausfallzeiten. Im Bereich des sogenannten Body Contouring bietet eine Vielzahl an Herstellern zertifizierte Geräte zur non- oder minimalinvasiven Körperformung an Problembereichen wie Hals, Dekolleté, Armen, Bauch, Rücken, Beinen und Po. Der neueste Clou ist das hochmoderne StimSure®-Verfahren, das auf den Aufbau und die Stärkung der Bauch-, Oberarm-, Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur abzielt und so zu einer verbesserten Fettverbrennung führen kann.
Mithilfe spezieller Applikatoren, die auf das zu behandelnde Areal aufgelegt werden, erzeugt das StimSure®-Gerät ein elektromagnetisches Feld. Dieses Feld stimuliert wiederum die Muskeln im Behandlungsbereich und löst so während einer 20- bis 30-minütigen Sitzung bis zu 24.000 Muskelkontraktionen aus. Diese durch StimSure® ausgelösten Kontraktionen sind genauso effektiv wie Muskelkontraktionen durch unsere natürlichen Bewegungsabläufe oder ein gezieltes Fitnesstraining. Ohne wirklichen Aufwand werden die Muskeln durch einen effizienten Aufbau an Muskelfasern gekräftigt. Ein weiterer positiver Effekt der Muskelstärkung ist im Idealfall eine stimulierte Fettverbrennung, da sich die Anzahl der in den Muskelzellen befindlichen Mitochondrien ebenfalls erhöht. Mitochondrien sind im menschlichen Organismus unter anderem für die Energiegewinnung zuständig, und in ihrem Fall kann man wirklich sagen: Viel hilft viel, denn unsere Muskulatur verbrennt mithilfe der Mitochondrien permanent Fett ‒ und das sogar, während wir schlafen! So verbrennt beispielsweise ein Kilo Muskelmasse etwa die dreifache Anzahl an Kalorien im Vergleich zu einem Kilo Fettgewebe: Wenn Sie also mithilfe eines StimSure®-Kurprogramms von acht bis sechs Sitzungen Muskelmasse aufbauen, erhöhen Sie folglich Ihre Tagesbilanz. Im Vergleich zu ähnlichen Produkten wie etwa dem Emsculpt besticht das StimSure®-Verfahren durch vier vom Hersteller vordefinierte Programme und die Option, auf Ihre Bedürfnisse personalisierte Programme durch unsere Body-Contouring-Experten zu erstellen ‒ für eine maßgeschneiderte Behandlung.
Jede Body-Contouring-Behandlung für sich ist bereits wirkungsvoll. Das beste Ergebnis bieten in den häufigsten Fällen jedoch Kombinationen verschiedener Verfahren: So verbinden wir in unserem HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER die innovative StimSure®-Methode mit dem zertifizierten CoolSculpting®-Verfahren. Im ersten Schritt wird im gewünschten Behandlungsareal an Bauch, Oberarmen, Oberschenkeln oder Gesäß eine klassische CoolSculpting®-Kryolipolyse durchgeführt, die oberflächliche, kleine Fettdepots kontrolliert herunterkühlt und so maßgebliche Umbauvorgänge im Fettgewebe bewirkt. Um diese Umbauprozesse noch weiter positiv zu beeinflussen, empfehlen wir anschließend eine wöchentliche StimSure®-Sitzung über einen Zeitraum von acht bis zehn Wochen ‒ für Ihre Traumsilhouette.
Ganz gleich, ob hochwirksame Power-Stoffe aus der Natur oder außergewöhnliche Hightech-Wirkstoffe aus Fernost – in Seren steckt hoch konzentrierte Pflege. Je nach Zusammensetzung kann ein Serum die tägliche Beauty-Routine perfekt ergänzen – vorausgesetzt, es passt zum Hauttyp.
Die Besonderheit eines Serums liegt in der leichten, flüssigen Textur, die sich spielend auf der Haut verteilen lässt. Auf Wasserbasis hergestellt, ist die enthaltene molekulare Struktur so klein, dass sie besonders schnell und tief von der Haut aufgenommen werden kann. Das macht ein Serum perfekt, um sich gezielt spezifischen Hautproblemen zu widmen.
Neben der Textur, die bei Seren deutlich leichter ausfällt und keinesfalls durch rückfettende Substanzen erschwert wird, liegt der entscheidende Unterschied bei der Konzentration. Diese ist in einem Serum um ein Vielfaches höher als in herkömmlichen Cremes. Gut formulierte Seren enthalten somit die optimale Menge an Wirkstoffen und sind gleichzeitig mild genug, um prinzipiell von allen Hauttypen verwendet werden zu können.
Kurz gesagt: Jeder! Je nach Hauttyp, gegenwärtigem Bedürfnis und gewünschtem Ergebnis unterscheiden sich die Power-Konzentrationen jedoch erheblich in ihrer Wirkstoffzusammensetzung. Bei trockener Haut beispielsweise empfiehlt sich ein Serum mit Hyaluronsäure. Im Anti-Aging-Bereich dagegen gilt nach wie vor Retinol als Goldstandard. Wichtig: Retinol-Seren ausschließlich am Abend und keinesfalls vor dem Sonnenbaden auftragen! Empfindliche, sensible Hauttypen sollten auf retinolhaltige Produkte jedoch generell verzichten. Das Gleiche gilt für Rezepturen mit Alkohol.
Ein Serum kann ohne Probleme in die tägliche Pflegeroutine eingefügt werden. Idealerweise wird das Serum unmittelbar nach der Reinigung des Gesichts aufgetragen. Je nach Bedarf kann es morgens und/oder abends angewendet werden. In Einzelfällen ist es aber auch möglich, ein Serum als Kur lediglich über einen begrenzten Zeitraum von circa drei Wochen zu verwenden.
Wer schön sein will, muss leiden – dies wird jeder bestätigen, der schon einmal einen ganzen Abend auf XXL-High-Heels verbracht hat. Aber auch ohne hohes Schuhwerk vollbringen unsere Füße im Laufe des Lebens eine wahre Meisterleistung, denn sie halten dem gesamten Körpergewicht stand. Eigentlich kein Problem, schließlich verfügt die Fußsohle über polsternde Fettdepots. Diese bauen sich z. B. aufgrund der altersbedingten Abnutzung oder zunehmenden Drucks durch Übergewicht immer weiter ab. Was früher polsternde Geleinlagen waren, womit dem Fuß die verloren gegangene Dämpfung zurückgeben wurde, sind es heute minimalinvasive Fuß-Filler.
Beim sogenannten Louboutin Lift, benannt nach dem Schuh-Designer Christian Louboutin, wird ein Filler mit einer feinen, dünnen Nadel in den Fußballen oder die Ferse injiziert. Verwendet wird in der Regel stark vernetzte Hyaluronsäure, die im Gegensatz zu vergleichbaren Fillern für das Gesicht länger hält und vor allem wesentlich stabiler ist. Die Fettdepots an Ballen und Fersen werden aufgepolstert und somit entlastet. Auch Fehlstellungen, wie z. B. Hallux valgus, können auf diese Weise behandelt werden und zur Schmerzlinderung beitragen.
Die Behandlung an sich dauert nur wenige Minuten und hält bis zu zwölf Monate an. Bereits nach der ersten Anwendung verschwindet der Druckschmerz. Um den Effekt dauerhaft aufrechtzuerhalten, sollte die Unterspritzung alle sechs bis zwölf Monate aufgefrischt werden.
Sich rundum in seinem Körper wohlfühlen – mit zunehmendem Alter wird dieser Aspekt wohl immer wichtiger. Die Altersuhr zurückdrehen kann ohnehin niemand, aber innovative Behandlungsmethoden können durchaus dazu beitragen, sich in jeder Sekunde in seinem Körper attraktiv und vital zu fühlen. Dies gilt auch für den Intimbereich, der ebenfalls dem ganz natürlichen Alterungsprozess unterliegt. Wir widmen uns als dermatologische Praxis dieses Themenbereichs mit einem Höchstmaß an Diskretion und einem Maximum an Erfahrung, denn alle Behandlungsverfahren in der Intimmedizin kommen bereits seit Jahrzehnten erfolgreich in der Ästhetik zum Einsatz.
Ab dem vierzigsten Lebensjahr sinkt der Östrogenspiegel im weiblichen Körper. Die Folgen: Es kommt zu einer Lockerung der Kollagenfasern im Bindegewebe und somit zum Verlust von aufpolsterndem Unterhautfett sowie zu einem Abbau von Muskelgewebe. Beschleunigt werden kann dies durch Gewichtsschwankungen aufgrund radikaler Diäten oder Schwangerschaften. Vulva und Scheidenwände verlieren an Elastizität und werden trocken. Die Proportionen der inneren und äußeren Schamlippen zueinander verändern sich, teilweise erscheint die Haut an einigen Stellen dunkler. Das stört einerseits die Optik, kann aber auch das Selbstbewusstsein massiv beeinträchtigen. Außerdem führt es zu Juckreiz, Irritationen bis hin zu Schmerzen beim Sex und einem damit verbundenen Libidoverlust. Noninvasive Lösungen versprechen revolutionäre Verfahren, die wir teilweise als eine der ersten Praxen in Deutschland exklusiv anbieten:
Das neuartige Pink Intimate System ist das erste Peeling für den Intimbereich, das liftet, verjüngt und die Haut gleichzeitig aufhellt. Es wird bereits erfolgreich für Areale des Körpers eingesetzt, die einen Frischekick samt leichter Aufhellung gebrauchen können, wie z. B. Knitterpartien und dunkle Hautstellen an Unterarmen, Ellenbogen, Knien oder Brustwarzen. Zur Behandlung des Intimbereichs sorgt die innovative Formel mit Monochlor-Essigsäure, Kojisäure und Carbamidperoxid für einen Lifting- und Bleaching-Effekt, ohne die sensible Zone zu irritieren. Hierfür ist die Formel zusätzlich mit beruhigend wirkendem Bisabolol, Süßholzwurzelextrakt, Retinol, Vitamin B12 und Phytohormon Genistein aus Sojabohnen angereichert. Über vier bis fünf Wochen einmal wöchentlich angewendet, verbessert es das Aussehen des Intimbereichs signifikant. Die Behandlung ist schmerzfrei und mit keiner Ausfallzeit verbunden. Als Zielgruppe eignen sich vor allem Frauen zwischen vierzig und siebzig.
Als bewährtes Verfahren im Bereich des Fadenliftings hat sich das Korean V-Lift etabliert, um vor allem der unteren Gesichtshälfte mit Kinn, seitlicher Wangenpartie und Hals wieder mehr Elastizität und Festigkeit zu verleihen. Dieses minimalinvasive Lifting kann auch für den Intimbereich eingesetzt werden. Hierfür kommen dünne Fäden aus Polydioxanon oder Poly-L-Milchsäure zum Einsatz, die mit einer sehr feinen Nadel in den äußeren Schamlippen platziert werden. Innerhalb von acht bis zwölf Monaten bauen sich die Fäden wieder komplett ab. Bestehen bleibt ein natürlicher Lifting- und Glättungseffekt, der erschlaffte Schamlippen anhebt und diese strafft. Die Behandlung findet ambulant unter örtlicher Betäubung oder Kurznarkose statt. Im Anschluss muss mit Schwellungen und Hauteinblutungen gerechnet werden, die innerhalb einer Woche abklingen.
Haben die äußeren Schamlippen an Elastizität verloren und stehen hervor, kann eine Schamlippenunterspritzung diese wieder anheben. Ähnlich dem Auffüllen von Falten und eingesunkenen Narben werden hierzu abbaubare Unterspritzungsmaterialien wie Hyaluronsäure eingesetzt. Hochgereinigt im Labor hergestellt, ist es der körpereigenen Hyaluronsäure identisch. Mit einer sehr feinen Nadel wird das Hyaluron gezielt in die Schamlippen injiziert. Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert nur circa zehn Minuten. In der Regel genügt eine einzige Sitzung. Nach der Injektion kann es zu vorübergehenden Schwellungen kommen. Mit einer Ausfallzeit ist nicht zu rechnen, ebenso wird die Sensibilität des Intimbereichs keinesfalls eingeschränkt.
Denken Sie bei Hanf oder Cannabis auch zuerst an Drogen und Rauschzustände? So geht es vermutlich vielen. Doch Cannabis und seine Wirkstoffe rücken mittlerweile immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit – und das aus einem ganz anderen Grund. Vor allem im kosmetischen Bereich wird Cannabis (das lateinische Wort für Hanf) derzeit stark gehypt, auch von gesundheitsbewussten Stars. Allen voran Gwyneth Paltrow, die von den Vorzügen der Hanfpflanze auf ihrem Blog „Goop.com“ schwärmt. Und die CBD-Fangemeinde wird immer größer. Höchste Zeit, den Trend genauer unter die Lupe zu nehmen.
Eines vorweg: Wer von CBD spricht, meint nicht das berauschend wirkende THC (auch wenn sie von derselben Mutterpflanze stammen). Neben dem bekannten Tetrahydrocannabinols, kurz THC, das als Droge missbraucht wird, enthalten Hanfpflanzen mehr als hundert weitere Cannabinoide. Davon ist vor allem das legale, nicht high machende Cannabidiol (CBD) äußerst beliebt, denn es verspricht, eine wahre Wunderwirkung auf die Haut zu haben. Für die vermeintliche Magie verantwortlich ist der enorme Pflegeeffekt, der CBD zugeschrieben wird. So reguliert es die Talgproduktion, wirkt entzündungshemmend sowie antibakteriell. Drei Faktoren, die vor allem unreiner Haut zugute kommen. Dies bestätigen sogar medizinische Studien. Aber auch im Anti-Aging-Bereich kann die Haut von CBD profitieren. Als starkes Antioxidans werden schädliche freie Radikale eliminiert. Der Abbau von Kollagen wird ebenso gehemmt wie vorzeitige Hautalterung.
CBD, das übrigens von der WHO im Jahr 2017 grünes Licht zur legalen Einnahme bekommen hat, wird neben dem kosmetischen Bereich neuerdings auch als medizinische Allzweckwaffe gegen Stress, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit verwendet. Der Grund: Cannabidiol wird nachgesagt, angstlösend, entspannend, schmerzlindernd, aber auch entkrampfend zu wirken. Die Einnahme von industriell hergestelltem CBD-Öl kann demnach in Stresssituationen helfen, in Balance zu bleiben. Als Nahrungsergänzungsmittel in Tropfenform werden diese direkt auf die Zunge geträufelt und sollen dort vor dem Schlucken für circa sechzig Sekunden auf der Mundschleimhaut verbleiben. Alternativ gibt es CBD auch als Softgel-Kapseln zur täglichen Einnahme, die sich im Prozentgehalt unterscheiden. Sie sind im Vergleich zu den Tropfen einfacher in der Handhabung und können unkompliziert mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.
Morgens bei der Nassrasur vor dem Spiegel stehen – ein Ritual, das nicht mehr nur Männern vorbehalten ist. Auch immer mehr Frauen greifen zur Rasierklinge, um sich kleinste Härchen im Gesicht zu entfernen. Losgetreten hat den Trend die 36-jährige Amerikanerin Huda Kattan, die wohl einflussreichste Beauty-Bloggerin der Welt mit mehr 40,5 Millionen Followern auf Instagram. Und dabei ist dieser Trick nicht neu. Angeblich haben bereits Marilyn Monroe und Liz Taylor ihre ebenmäßige Haut dem regelmäßigen Rasieren zu verdanken. Doch wozu das Ganze, und führt Rasieren nicht zu vermehrtem Haarwachstum und Stoppeln?
Seinen Ursprung hat das Dermaplaning in Asien, genauer gesagt in Japan. Zum Einsatz kommt dabei ein steriles chirurgisches Skalpell, mit dem das Gesicht vorsichtig abgeschabt bzw. rasiert wird. Vergleichbar mit einem Peeling werden dabei abgestorbene Hautschüppchen abgetragen, aber auch feinste Flaumhaare (vor allem in der Mund- und Wangenregion). Das Ergebnis ist ein glatter, feinporiger Teint, der die ideale Basis bildet für ein makelloses Make-up Finish. Durch den entfernten Flaum wirkt die Haut nach dem Auftragen der Foundation nämlich deutlich ebenmäßiger und weniger maskenhaft. Weiteres Plus: Nachfolgende Pflegeprodukte können von der Haut besser aufgenommen werden. Aber Vorsicht: Bitte nicht selbst zum Rasierer greifen – auch wenn inzwischen immer mehr Beauty-Sets für den Heimgebrauch angeboten werden. Anstatt im eigenen Badezimmer zu einem Einwegrasierer zu greifen und mögliche Verletzungen und Rötungen zu riskieren, sollte das Dermaplaning ausschließlich von einem Experten durchgeführt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rasierklingen entfernt das vom Experten verwendete Skalpell die dünnen Flaumhaare, ohne dabei die Follikel zu reizen. Hautirritationen und Unebenheiten werden vorgebeugt.
Die Methode ist durchaus für die Frauen sinnvoll, die unter starker Gesichtsbehaarung leiden. Besonders innovativ ist die Behandlung allerdings nicht. Was als Dermaplaning bezeichnet wird, ist letztlich lediglich eine andere Form der Exfoliation. Abgestorbene Hautschüppchen werden abgetragen, und der Regenerationsprozess in der Haut wird angeregt. Hierfür gibt es in vielen dermatologischen Praxen Alternativen, wie zum Beispiel das Jetpeel, bei dem gleichzeitig noch individuell auf den Hauttyp zugeschnittene Wirkstoffe eingeschleust werden können. Übrigens: Wer regelmäßig zu Dermaplaning-Behandlungen geht, muss keine Angst vor verstärktem Haarwachstum haben. Ausschlaggebend für das Wachstum ist nämlich die Haarwurzel, die durch das Rasieren nicht beeinträchtigt wird.
In der ästhetischen Medizin sind Laser nicht mehr wegzudenken. Das energiereiche Licht wird zur Behandlung von Pigmentflecken, Akne-Narben oder sogar weißem Hautkrebs eingesetzt. Neben Ärzten nutzen aber auch Kosmetikerinnen Lasergeräte, z. B. zur dauerhaften Haarentfernung, Behandlung von Fettgewebe oder Entfernung von Tätowierungen. Dies wird sich in Zukunft jedoch ändern, denn der Gesetzgeber hat eine Verordnung zum Strahlenschutz verabschiedet, die besagt: Die Anwendung von intensiven Lasern ist nur noch in Praxen approbierter Ärzte erlaubt.
In der Regel sind Laser eine sichere Methode, um ästhetische Probleme zu behandeln. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn die Geräte sachgemäß und vor allem von einer erfahrenen Fachperson verwendet werden. Bislang konnten Strahlungsquellen (hierzu gehören Laser, hochenergetische Blitzlampen und Ultraschall) aber von jeder Person gewerblich eingesetzt werden, ohne dass eine besondere Qualifikation erforderlich ist. Diese Regelungslücke wird nun geschlossen. Der Grund: Glaubt man einer repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), sind etwa 18 Prozent der kosmetischen Behandlungen mit starken Lichtquellen mit Langzeitfolgen verbunden. Hierzu zählen z. B. Verbrennungen und daraus resultierende Narben. Bei rund 40 Prozent kam es zusätzlich zu vorübergehenden Nebenwirkungen. Um das erhebliche gesundheitliche Risiko für die zu behandelnde Person zu minimieren, tritt ab Ende 2020 eine neue Verordnung in Kraft. Demnach dürfen Lasergeräte nur noch von Ärztinnen und Ärzten verwendet werden, die über die erforderliche Fort- oder Weiterbildung erlangen.
Um die entsprechenden, künftig geforderten Fort- und Weiterbildungen erlangen und auch nachweisen zu können, ist eine dreimonatige Übergangsfrist vorgesehen. Anschließend muss das Wissen mindestens alle fünf Jahre aufgefrischt werden. Auch heute gibt es bereits Fortbildungen für Ärzte, die Patienten mit Laser behandeln wollen. Wer in seiner Praxis Laser anbietet, braucht z. B. einen Laserschutzbeauftragten. Dieser wird in einem Seminar über die gesetzlichen und physikalischen Grundlagen zur Erzeugung und Wirkung von Laserstrahlung informiert. Im Idealfall finden dabei auch praktische Vorführungen statt oder sogar Hand-on-Trainings, damit die Teilnehmer im Anschluss umgehend mit einem sicheren Einsatz in der Praxis beginnen können.
Es gibt Fettdepots, die lassen sich auch mit gesunder Ernährung und Sport oft nicht erfolgreich bekämpfen. Bekannt dafür sind zum Beispiel Fettansammlungen an den Oberschenkelinnenseiten oder Hängebäckchen im Gesicht. Diese hartnäckigen Problemzonen können mit einer minimalinvasiven Injektionslipolyse, auch als Fett-weg-Spritze bekannt, gezielt reduziert werden.
Seinen Ursprung hat die Injektionslipolyse in Brasilien. Dort wurde sie im Jahr 1995 zum ersten Mal von einer brasilianischen Ärztin zum Minimieren von Tränensäcken unter die Haut gespritzt. Die Idee dahinter: Der zur Behandlung von Fettembolien zugelassene Wirkstoff Phosphatidylcholin senkt den Fettspiegel im Blut. Also warum nicht auch Fettzellen im Gewebe? Heute wissen wir, dass dies exzellent funktioniert. Daher wenden auch wir im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER die Fett-weg-Spritze seit über 19 Jahren erfolgreich an.
Die Fett-weg-Spritze arbeitet mit Phosphatidylcholin (PPC), einem Wirkstoff aus Sojabohnen, der die Fettzellen binnen weniger Wochen aufweicht und die freigesetzten Fette dann in der Leber verstoffwechselt. Das gezielte Einbringen des Wirkstoffs erfolgt über kleinste Nadeln, die mehrfach in das zu behandelnde Unterhautfettgewebe injiziert werden. Bei Bedarf können die Einstichstellen vorab mit einer Betäubungscreme unempfindlich gemacht werden. Eine Sitzung dauert lediglich 15 Minuten. Unmittelbar nach der Behandlung rötet sich die Haut und schwillt an. Auch ein leichtes Brennen ist keine Seltenheit. Die Symptome klingen nach wenigen Tagen ab und sind als positive Reaktion für eine beginnende Lipolyse zu deuten. Bei Behandlungen am Körper sind oft mehrere Sitzungen notwendig. Das Endergebnis zeigt sich nach frühestens zwei Monaten und ist bei Patienten, die ihr Gewicht behalten, von Dauer, da sich bei Erwachsenen Fettzellen nicht mehr vermehren können.
Wie bereits anfangs erwähnt, lassen sich mit der Injektionslipolyse gezielt hartnäckige Fettdepots reduzieren. Bestens geeignet ist das Verfahren daher für lokale Problemzonen im Gesicht- und Halsbereich, wie Doppelkinn oder Hängebäckchen. Aber auch am Körper können z. B. Love Handles oder kleine Fettansammlungen an den Innen- oder Außenseiten der Oberschenkel, am Ober- oder Unterbauch sowie an den Oberarmen gut behandelt werden. Die Fett-weg-Spritze ist allerdings keinesfalls die richtige Methode, um großflächige Areale zu bearbeiten. Doch wie immer gilt auch hier: Keine Behandlung sollte ohne Vorgespräch mit einem erfahrenen Dermatologen durchgeführt werden. Nur so lassen sich alle wichtigen Punkte ansprechen, wie Ablauf, Risiken, Nebenwirkungen und natürlich auch Effizienz der jeweiligen Behandlung.