Ein Ausbruch ohne erkennbaren Auslöser. Oder eine Haut, die trotz sorgfältiger Pflege und Geduld nicht zur Ruhe kommt. Wer Akne kennt, weiß: Es geht längst nicht nur um Äußerlichkeiten. Akne kann das Selbstbewusstsein erheblich belasten, die Lebensqualität einschränken und – wenn sie unbehandelt bleibt – dauerhafte Spuren hinterlassen. Dabei ist Akne keine Frage mangelnder Hygiene oder falscher Ernährung allein. Sie ist eine Erkrankung der Haut – komplex, vielschichtig und häufig missverstanden. Umso wichtiger ist es, sie richtig einzuordnen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

Umfassender Überblick: Was ist Akne?

Akne zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen weltweit und wird durch eine Verhornungsstörung der Poren sowie eine Talgüberproduktion verursacht. Ausgelöst durch körpereigene Bakterien bilden sich zunächst Mitesser. Im weiteren Verlauf kommt es zur Entzündung der Poren und Talgdrüsen, was sich je nach Schweregrad in oberflächlichen, bis hin zu tief sitzenden Entzündungen äußert.

Oberflächliche Entzündungen zeigen sich in Form von Eiterbläschen auf der Hautoberfläche, bei mitteltief sitzenden Entzündungen bilden sich Knötchen unter der Haut und bei sehr tief sitzenden Entzündungen leiden Betroffene unter schmerzhaften Knoten.

Akne – eine Hauterkrankung, die viele betrifft

Schätzungsweise sind etwa 85 % aller Menschen im Laufe ihres Lebens von Akne oder unreiner Haut betroffen. Vorrangig tritt Akne in der Pubertät auf, wenn hormonelle Veränderungen die Talgproduktion anregen. Aber auch Erwachsene, die die Pubertät längst hinter sich gelassen haben, können unter Akne leiden. Erwachsenenakne tritt meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf und betrifft vor allem Frauen. Aktuellen Zahlen zufolge hat jede vierte Frau zwischen 25 und 45 mit Spätakne zu kämpfen.

Was sind mögliche Ursachen von Akne?

Die Entstehung von Akne ist selten auf einen einzelnen Auslöser zurückzuführen. In den meisten Fällen wirken mehrere Faktoren zusammen – hormonell, genetisch, umweltbedingt und durch den Lebensstil beeinflusst.

Hormonelle Veränderungen

Hormonschwankungen zählen zu den häufigsten Auslösern von Akne. Sie regen die Talgdrüsen an und führen zu einer erhöhten Talgproduktion, was die Poren verstopfen und Entzündungen begünstigen kann. Besonders deutlich zeigt sich dieser Zusammenhang in der Pubertät, aber auch in anderen hormonell bewegten Lebensphasen wie dem Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren kann hormonelle Akne (neu) auftreten oder sich verschlechtern.

Hormonelle Akne zeigt spezifische Muster und erfordert einen eigenen Behandlungsansatz. Weitere Informationen dazu, wie wir im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER hormonell bedingte Akne gezielt diagnostizieren und therapieren, finden Sie hier: Hormonelle Akne: Ursachen & Behandlung

Genetische Veranlagung

Auch die Erbanlage spielt eine wesentliche Rolle. Wer Eltern oder Geschwister hat, die unter Akne leiden oder gelitten haben, trägt ein erhöhtes Risiko, selbst betroffen zu sein. Die genetische Disposition beeinflusst unter anderem, wie aktiv die Talgdrüsen arbeiten, wie empfindlich die Haut auf Hormonschwankungen reagiert und wie ausgeprägt Entzündungsreaktionen ausfallen.

Umweltfaktoren

Die Haut ist täglich äußeren Einflüssen ausgesetzt, die ihre Balance stören können. Luftverschmutzung und Feinstaub setzen sich in den Poren ab und fördern Verstopfungen. Intensive UV-Strahlung reizt die Haut und kann bestehende Entzündungen verschlimmern. Auch ungeeignete Kosmetikprodukte – etwa comedogene Pflegeprodukte oder Make-up – können die Talgdrüsen zusätzlich belasten und das Hautbild negativ beeinflussen.

Lebensstil & Ernährung

Bestimmte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten können Akne begünstigen oder bestehende Beschwerden verstärken. Milchprodukte, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel stehen im Verdacht, Entzündungsprozesse in der Haut zu fördern. Rauchen beeinträchtigt die Hautdurchblutung und verlangsamt die Regeneration. Chronischer Stress wiederum erhöht den Cortisolspiegel im Körper – ein Hormon, das die Talgproduktion ankurbeln und Entzündungen verstärken kann.

 

Welche unterschiedlichen Formen von Akne gibt es?

Akne kann in unterschiedlichen Formen auftreten, je nach Auslöser, Alter und Hautregion.

Acne vulgaris:

Die mit Abstand häufigste Form und für die meisten Menschen das, was sie unter „Akne“ verstehen. Acne vulgaris tritt vor allem in der Pubertät auf und zeigt sich durch Mitesser, Papeln und Pusteln – hauptsächlich im Gesicht, auf dem Rücken und der Brust. Ausgelöst wird sie durch hormonell bedingte Talgüberproduktion, verstopfte Poren und das Bakterium Cutibacterium acnes. In leichteren Fällen klingt sie mit dem Ende der Pubertät ab; schwerere Verläufe erfordern eine gezielte dermatologische Behandlung.

Acne inversa:

Eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die sich nicht im Gesicht, sondern in Körperstellen mit Hautfalten bildet – typischerweise in den Achseln, der Leistengegend, unter der Brust und im Gesäßbereich. Betroffene leiden unter tief sitzenden, schmerzhaften Knoten und Abszessen, die sich immer wieder entzünden und vernarben können. Acne inversa wird häufig lange Zeit nicht korrekt diagnostiziert und gilt als eigenständige Erkrankung, die einer spezialisierten Behandlung bedarf.

Acne tarda (Erwachsenenakne / Spätakne):

Akne trifft nicht nur Teenager. Acne tarda bezeichnet Akne, die erstmals nach dem 25. Lebensjahr auftritt oder bis ins Erwachsenenalter anhält. Betroffen sind überwiegend Frauen – häufig ausgelöst durch hormonelle Schwankungen, etwa nach dem Absetzen der Pille, im Zusammenhang mit dem Zyklus oder nach einer Schwangerschaft. Sie zeigt sich meist im unteren Gesichtsdrittel, entlang der Kieferlinie und am Kinn, und kann das Selbstbewusstsein der Betroffenen erheblich belasten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten für Spätakne infrage kommen, lesen Sie hier: Akne bei Erwachsenen.

Mallorca-Akne (Acne aestivalis):

Trotz ihres Namens handelt es sich bei der Mallorca-Akne nicht um eine klassische Akne, sondern um eine Lichtreaktion der Haut. Sie entsteht, wenn UV-Strahlung auf fettige Sonnenschutz- oder Pflegeprodukte trifft und damit die Poren verstopft. Typisch sind kleine, juckende Knötchen auf Schultern, Dekolleté, Oberarmen und Rücken – also auf jenen Körperstellen, die im Urlaub besonders viel Sonne abbekommen. Mit der richtigen Produktwahl lässt sie sich gut vorbeugen.

Weitere Sonderformen:

Neben den genannten Formen gibt es eine Reihe weiterer Sonderformen, die weniger verbreitet, aber medizinisch bedeutsam sind:

Welche Komplikationen können bei Akne auftreten?

Eine frühzeitige und passende Behandlung hilft dabei, das allgemeine Hautbild bei Akne zu verbessern und bleibende Schäden vorzubeugen. Mögliche Folgen sind Aknenarben. Atrophische Aknenarben entstehen vor allem bei schweren Verläufen, wenn tiefe Entzündungen das Hautgewebe schädigen. Unter hypertrophen Narben hingegen versteht man erhabene, wulstige Narben, die sich durch eine Überproduktion von Kollagen während der Wundheilung bilden.

Doch Akne ist weit mehr als ein rein kosmetisches Problem. Neben sichtbaren Folgen bringt Akne oft auch schwerwiegende psychische Folgen mit sich. Betroffene leiden häufig unter einem geringen Selbstwertgefühl und einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Eine professionelle Narbenkorrektur kann helfen, das Hautbild nach Akne nachhaltig zu verbessern und das Selbstbewusstsein zurückzugeben.

Akne behandeln lassen: Akne-Behandlung die der Haut wirklich hilft

Eine möglichst früh eingeleitete, effektive und vor allem behutsame Hautanalyse mit darauffolgender Therapie ist enorm wichtig, um Komplikationen zu vermeiden und die Heilung der Haut zu unterstützen – sei es durch gezielte Hautpflege, dermatologische Akne-Behandlungen oder eine Kombination verschiedener Therapiemöglichkeiten.

Wir begleiten Sie von der ersten Hautanalyse bis zum Behandlungserfolg – individuell, behutsam und mit dem Ziel, Ihrer Haut langfristig zu helfen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin und lassen Sie uns gemeinsam den richtigen Weg für Ihre Haut finden.

Patienten mit Akne sind meist einem enormen Leidensdruck ausgesetzt. Dies lässt sich nicht nur auf Akne-Hautveränderungen (wie Mitesser oder im entzündlichen Stadium Pickel und Pusteln) zurückzuführen; nahezu die Hälfte aller Akne-Patienten leidet auch unter Narbenbildung. Wichtig zu wissen: Mit dem Schweregrad der Akne steigt automatisch auch das Risiko von Narben. Ziel einer jeden Therapie sollte es daher sein, die Akne langfristig in den Griff zu bekommen und der Narbenbildung somit effektiv vorzubeugen.

Warum entstehen Akne-Narben?

Akne-Narben entstehen – wie bereits erwähnt – vorrangig bei starker und entzündlicher Akne, da die Haut in diesen fortgeschrittenen Stadien bis in tiefen Schichten Schäden aufweist. Wird beim Heilungsprozess zu wenig oder zu viel kollagenes Ersatzgewebe gebildet, kann es zu eingesunkenen (atrophen) oder erhabenen (hypertrophen) Narben kommen. Aber auch das Ausdrücken von Pickeln erhöht das Risiko von Akne-Narben um ein Vielfaches. Die Haut wird beim Drücken unnötig gereizt, wodurch sich die Entzündung verschlimmern kann und sich unschöne Verfärbungen oder Narben bilden.

Einfluss verschiedener Akne-Arten auf Narbenbildung

Je nach Tiefe und Ausprägung der Entzündung, variiert auch das Risiko für Narben.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Je tiefer und stärker die Entzündung, desto höher auch das Risiko für Akne-Narben.

Akne-Narben effektiv vorbeugen

Eine frühzeitig eingeleitete Behandlung ist bei Akne essenziell, um neben einer langfristigen Verbesserung des Hautbildes auch Akne-Narben vorzubeugen. Zudem empfiehlt es sich, Pickel nicht auszudrücken. Das kann die Haut reizen und das Gewebe stark schädigen. Das Verwenden entsprechender nicht-komedogener, schonender Pflegeprodukte hilft ebenfalls, Entzündungen und damit auch das Narbenrisiko zu minimieren. Dabei ist eine sanfte Reinigung ein Muss, da anderenfalls die Hautbarriere geschwächt und diese anfälliger für Entzündungsreaktionen wird.

Betroffenen stehen des Weiteren moderne dermatologische Behandlungsmethoden zur Verfügung, die sich bei Akne-Narben als effizient erwiesen haben.

Hierzu zählt z.B. die Agnes-Methode:

ein Kombinationsverfahren aus Radiofrequenz und Microneedling, bei der ein mit einer mikroisolierten Nadel besetztes Handstück bis zu sechs Millimeter tief in die Haut injiziert wird. Um die Talgdrüsen direkt zu zerstören, wird die Haut durch die punktuelle Abgabe von Radiofrequenz auf 70 bis 80 °C erwärmt. Das umliegende Gewebe bleibt komplett unbeeinträchtigt.

Aber auch Fruchtsäurepeelings bieten sich an, vorwiegend mit Glykolsäure Alpha-Hydroxy-Acid (AHA). In Gelform auf die Haut aufgetragen, trägt das Peeling kontrolliert die obere Hornschicht ab, um ein glattes, verfeinertes Hautbild zu erhalten.

Frühzeitige Akne-Behandlung

Schätzungsweise etwa 99 % aller Akne-Narben stammen von entzündlichen Hautveränderungen. Inzwischen weiß man, dass bei Patienten mit Neigung zu Akne-Narben sämtliche Entzündungsprozesse stärker im Immunsystem vermittelt werden und auch deutlich länger anhalten. Eine frühzeitige therapeutische Intervention ist daher essenziell. Um einen individuellen Therapieplan festzulegen, diagnostiziert der Arzt zunächst die Art der Akne. Der Plan beinhaltet neben der täglichen Pflegeroutine auch regelmäßige medizinische Ausreinigungen. Bei der sogenannten Akne-Toilette wird die Haut professionell ausgereinigt. Das Facial dauert zwischen 30 und 60 Minuten und beinhaltet außerdem eine beruhigende Maske, die zur Hautregeneration beiträgt, sowie auf Wunsch eine Ultraschallbehandlung. Ebenso effizient sind Fruchtsäurebehandlungen oder auch LED- und Blaulichttherapien.

Antibiotikafreie Therapie

Im Extremfall raten viele Dermatologen zu einer medikamentösen Therapie. Doch die medikamentösen Kombinationstherapien mit Antibiotika sind mit dem Risiko der Resistenzentwicklung verbunden. Aus diesem Grund sollte eine antibiotikafreie Therapie immer die erste Wahl sein. Eine langfristige Verbesserung des Erscheinungsbildes lässt sich auch mit einer frühen Entzündungskontrolle erzielen.

Als besonders effektiv hat sich hier die Kombination aus 0,3 % Adapalen und 2,5 % Benzoylperoxid bewährt, die täglich einmal am Abend auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen wird. Das verschreibungspflichtige Gel zeichnet sich durch seinen schnellen Wirkeintritt aus. Bereits nach einer Woche ist eine signifikante Reduktion entzündlicher Läsionen erkennbar (nach zwölf Wochen sogar eine Verbesserung um bis zu 74,4 %).

Sie wünschen eine professionelle Beratung zur Behandlung Ihrer Akne-Narben? Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde.

Mallorca-Akne: Schätzungsweise rund 20 Prozent aller Deutschen sind jedes Jahr davon betroffen. Bevorzugt trifft es Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Da die roten, juckenden Flecken in Gesicht und Dekolleté meist nach dem ersten Sonnenbad im Urlaub auftreten, spricht man von Mallorca- oder Sommer-Akne. Doch wie entsteht Mallorca-Akne eigentlich und lässt sie sich vorbeugen?

Was ist der Unterschied zwischen Mallorca-Akne und klassischer Akne?

Mallorca-Akne bezeichnet eine plötzlich auftretende Hautreaktion in Form von stecknadelkopfgroßen Knötchen mit schmalem, rötlichem Rand und kleinen Pusteln.

Um eine richtige Akne im medizinischen Sinne handelt es sich dabei übrigens nicht. Der Grund: Es bilden sich keine eitrigen Knötchen oder aknetypischen Mitesser.

Im Gegensatz zur klassischen Akne entsteht sie durch das Zusammenspiel von UV-Strahlung und fetthaltigen Sonnencremes. Vorrangig zeigt sich Mallorca-Akne an Schultern, Dekolleté oder Armen in Form von kleinen, meist juckenden Pickeln und Knötchen. Klassische Akne dagegen weist eher Mitesser, Pickel und Entzündungen auf.

Ursache: Reaktion auf Sonnenschutz

Im Vergleich zur Sonnenallergie, die durch den Verzicht auf Sonnenschutzmitteln ausgelöst wird, liegen die Ursachen der Mallorca-Akne dagegen im Verwenden von Schutzprodukten. Die genauen Hintergründe konnten bislang noch nicht abschließend geklärt werden. Vermutlich kommt es aber zur Mallorca-Akne aufgrund von verstopften Haarfollikeln, die sich beim Verwenden fetthaltiger Sonnenschutzmittel in Kombination mit intensivem UV-Licht und Salzwasser entzünden.

Behandlung der Mallorca-Akne

Die Behandlung der Mallorca-Akne besteht vor allem darin, die Haut zu beruhigen. Um die Haut weiterhin zu schützen, empfehlen sich leichte, fettfreie Sonnenschutzprodukte. Ebenso helfen beruhigende Pflegeprodukte, die mit entzündungshemmenden Wirkstoffen die Haut regenerieren und Rötungen lindern. Da die Mallorca-Akne zum Teil mit extremem Juckreiz verbunden ist, hilft als Erste-Hilfe-Maßnahme vor allem Kühlen. Hierfür eignen sich Coolpacks sowie entsprechende Gele.

Schnelle Linderung versprechen auch Hausmittelchen. So kann zimmerwarmer Magerquark dick auf ein Küchentuch gestrichen und als Wickel für 30 Minuten auf die Hautstellen gelegt werden.

Wichtig: Bei schweren Fällen ist ein Besuch beim Dermatologen unerlässlich. Meist muss eine kortisonhaltige Creme verschrieben werden. Zudem gilt natürlich: Direkte Sonneneinstrahlung unbedingt meiden!

Mallorca-Akne vorbeugen

So lässt sich der Mallorca-Akne am besten vorbeugen:

Sie haben Fragen zur Mallorca-Akne oder wünschen ein persönliches Beratungsgespräch mit unseren Fachärzten? Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde.

Im Teeniealter gehören Hautunreinheiten einfach dazu. Doch nicht selten zeigen sich Mitesser, Pickel und vergrößerte Poren mit 40 immer noch – oder schon wieder. In diesem Beitrag klären wir, wieso Akne auch bei Erwachsenen auftritt, welche Präventionsmaßnahmen es gibt und wie eine Behandlung erfolgen kann.

Wieso leiden Erwachsene unter Akne?

Im Gegensatz zur Jugendakne, die hauptsächlich durch genetische Veranlagung, Bakterienbesiedelung und eine erhöhte Talgproduktion ausgelöst wird, entsteht Erwachsenenakne oft durch Hormonschwankungen, Stress oder äußere Faktoren. Schätzungsweise ist jede vierte Frau davon betroffen. Mögliche Ursachen für die Spätakne gibt es viele.

Pillen-Pause

Nach dem Absetzen der Pille können Unreinheiten aufgrund eines vorübergehenden Mangels an weiblichen Geschlechtshormonen entstehen. Die Folge: Das Ungleichgewicht des Östrogenspiegels kurbelt die Talgproduktion an. Bis sich der Hormonhaushalt dann wieder einpendelt, kann es bis zu zwölf Monate dauern. Verschreibungspflichtige Präparate mit Benzylperoxid oder Azelainsäure, aber auch professionelle kosmetische Behandlungen sowie spezielle Pflegeprodukte für Spätakne können das beschleunigen.

Stress

Kommt es zu einem Überschuss an männlichen Hormonen in Folge eines erhöhten Adrenalinspiegels, produziert die Haut mehr Talg. Verschließen sich dann die Drüsen, sind Rötungen, Mitesser sowie Pickel die Folge. Um die Poren wieder zu öffnen, ist die richtige Reinigung entscheidend. Ideal sind Waschgele oder Mizellenlotionen.

Wechseljahre

Tritt Akne aufgrund einer Überproduktion männlicher Hormone auf, gibt es spezielle Pflege- und Make-up-Produkte für Frauen über 40. Sie enthalten mehr Feuchtigkeit als herkömmliche Präparate und sind teils mit Anti-Aging-Wirkstoffen versetzt. Wichtig: Da es in den Wechseljahren oftmals zu akne-ähnlichen Erkrankungen wie Rosazea kommen kann, ist der Rat eines Dermatologen unerlässlich.

Falsche Pflege

Verstopft eine zu reichhaltige Pflege die Talgdrüsengänge, sollte ein pH-neutrales Reinigungsprodukt verwendet werden. Anschließend braucht fettige Haut ein Fluid, trockene Haut eine Creme. Auf Ianolin- und paraffinhaltige Präparate besser komplett verzichten. Wer sich unsicher ist, kann sich Hauttyp und entsprechende Pflege von einer medizinischen Kosmetikerin bestimmen lassen. Beim Make-up gilt: Nur zu Produkten mit dem Hinweis nicht komedogen greifen.

Ungesunde Ernährung

Forscher haben herausgefunden, dass gerade der Konsum von Zucker und Weizenprodukten Akne verstärken kann. Eine Ernährungsumstellung ist zwar nicht unbedingt notwendig, dennoch sollte der Verzehr von Milchprodukten, Kohlenhydraten, Zucker und Fertiggerichten reduziert werden. Tipp: Zusätzlich unterstützend wirken Nahrungsergänzungsmittel mit Zink, da die anti-entzündliche Wirkung die Talgdrüsenproduktion hemmt.

PMS/Menstruationszyklus

Vor allem an Kinn und Kieferwinkel entstehen eine Woche vor oder rund um den Regelbeginn Pickel und Pusteln. Der Grund: Talgdrüsen reagieren auf hormonelle Schwankungen. Bei schweren Erkrankungsbildern hat sich als einzige präventive Maßnahme die Einnahme der anti-androgenen Antibabypille bewährt. Dieser Schritt sollte jedoch nur nach Rücksprache mit einem Gynäkologen erfolgen. Alternativ helfen neben einer abgestimmten Pflege verschreibungspflichtige Cremes, die bereits in der Entstehungsphase der Pickel aufgetragen das Ausmaß eindämmen können.

Behandlung von Erwachsenenakne

Die Behandlung von Erwachsenenakne zielt darauf ab, Entzündungen zu reduzieren und das Verstopfen der Poren zu verhindern. Häufig werden hierzu medizinische Cremes oder Gele eingesetzt, die z.B. auf Wirkstoffe wie Retinoiden oder Benzoylperoxid setzen.

Auch dermatologische Behandlungsmethoden wie Fruchtsäurepeelings oder Lasertherapien können das Hautbild verbessern. Bewährt hat sich gelbes Laserlicht, das bis in die Talgdrüsen dringt, diese erhitzt und eine verminderte Talgproduktion zur Folge hat. Ebenfalls eine Reduktion der Talgproduktion führt die Blaulichttherapie herbei. Blaues Licht zerstört mit einer Wellenlänge von 465 nm akneauslösende Propionibakterien, hemmt die Talgproduktion und beruhigt durch Akne gereizte, entzündete Haut.

Welche Präventionsmaßnahmen helfen gegen die Akne im Erwachsenenalter?

Um Erwachsenenakne vorzubeugen, ist eine regelmäßige und sanfte Hautpflege besonders wichtig. Dazu gehört eine tägliche Reinigung mit milden Produkten. Außerdem ist es ratsam, auf fettige Kosmetikprodukte zu verzichten. Besser sind entsprechende nicht-komedogene, feuchtigkeitsspendende Produkte, die z.B. auf Wirkstoffe wie Salicylsäure oder Niacinamid setzen. Ebenso empfiehlt es sich, Stress weitestgehend zu reduzieren und auf eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Schlaf zu achten. Vor allem zu viel Milchprodukte, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel gelten als Negativfaktoren.

Jeder Körper reagiert individuell auf Hautveränderungen wie Akne. Gerne bieten wir Ihnen daher ein persönliches Beratungsgespräch in unserer Praxis in München, um Ihr Hautbild näher zu untersuchen und die passende Behandlung für Sie zu finden. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unserer Sprechstunde.