ÄSTHETIK-NEWS VOM ISDS 2015 IN SEOUL - Haut- & Laserzentrum an der Oper

ÄSTHETIK-NEWS VOM ISDS 2015 IN SEOUL

Der jährliche Kongress der ISDS (International Society for Dermatologic Surgery) ist weltweit eines der größten und führenden Meetings für ästhetische Chirurgie und Dermatologie. Vom 1. bis 4. Oktober 2015 informierten sich 1.080 Teilnehmer aus 31 Ländern in Seoul über die neuesten Trends und innovativsten Techniken auf dem Markt der ästhetischen Medizin. Auch das HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER in München war in diesem Jahr wieder in Südkoreas Hauptstadt dabei. Das sind die brandneuen Highlights direkt aus Seoul, dem neuen Hotspot der Ästhetikmedizin.

LIFTING OHNE SKALPELL DANK INNOVATIVER HIGHTECHFÄDEN

Ab Anfang 40 kommt neben Linien und Fältchen noch ein weiteres Zeichen der Hautalterung hinzu: Durch die verringerte Bildung von Kollagen und Elastin im Bindegewebe bzw. durch seinen vermehrten Abbau gehorcht die Haut mehr und mehr dem Gesetz der Schwerkraft und verliert an Elastizität. Vor allem der untere Gesichtsbereich mit Kinn, seitlicher Wangenpartie und Übergang zum Hals beginnt zu hängen. Dadurch verändert sich leider die gesamte Form des Gesichts: „Aus dem jugendlichen V wird ein zunehmend eckigeres Gesicht“, erklärt Dr. Stefan Duve vom HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER. Bisher ließen sich diese Hängepartien eigentlich nur mit einem chirurgischen Face-Lift straffen. Das bringt allerdings längere Ausfallzeiten, Schmerzen, evtl. ein unnatürliches Aussehen und mögliche Nebenwirkungen wie Narbenbildung mit sich. Ganz neu ist das Fadenlifting, auch Korean Face oder Korean V-Lift genannt – in Südkorea nicht nur unter asiatischen Celebrities gerade der Ästhetikeingriff Nummer eins. Momentan gibt es einen richtigen Reiseboom nach Korea, um dort ästhetische Eingriffe vornehmen zu lassen.

Die Gründe liegen auf der Hand: Im Gegensatz zu den doch recht martialischen Fadenliftings der ersten Generation, bei dem nur zwei bis vier gigantische Fäden im Gesicht platziert wurden, ist das neue Thread-Lift minimalinvasiv, äußerst sanft, nahezu schmerzlos und mit keiner längeren Downtime für die Patienten verbunden.

Verwendet werden Fäden aus zwei Materialien: Polydioxanon (PDO) sowie Poly-L-Milchsäure (PLLA). Beide werden seit Jahrzehnten in der Chirurgie für subkutane Nähte genutzt und sind daher extrem verträglich. Je nach Areal, das behandelt wird, sind die Fäden glatt, getwistet oder auch mit winzigen Widerhäkchen versehen. Die Threads bauen sich innerhalb von sechs bis acht Monaten im Gewebe wieder vollständig ab und lösen dabei einen Lifting-Effekt in der Haut aus: Sie stimulieren die Kollagenbildung im Bindegewebe, das sorgt für rund ein bis drei Jahre (je nach Fadenmaterial) für einen besonders natürlichen und dennoch intensiven Straffungs- und Glättungseffekt. „PLLA-Fäden haben einen stärkeren Einfluss auf die Kollagenproduktion, ihre Wirkung hält deshalb etwas länger an als die von PDO-Fäden“, so Duves Kollege Dr. Hans-Peter Schoppelrey.  Mittels spezieller feiner Nadeln werden die Fäden vorsichtig unter die Haut gebracht, ohne dabei Nerven oder Blutgefäße zu verletzten. Ein mechanisches System sorgt dafür, dass der Faden genau dann die Nadel verlässt, wenn sich diese an der richtigen Stelle im Gewebe befindet. Durch eine Betäubungssalbe oder eine lokale Nervenblockade per Injektion ist die Behandlung für die Patienten nahezu schmerzfrei.

Behandelt werden können alle Alterserscheinungen des Gesichts wie Stirnfalten, Marionnettenlinien und Lachfältchen, Volumenverluste am Unterlid, hängende Augenbrauen, erschlaffte Wangen, abgesackte Hals- und Kinnpartien, „Hamsterbäckchen“ sowie eine teigig wirkende Gewebestruktur. Aber auch Hängepartien im Bereich des Körpers, bei denen viele andere Treatments machtlos sind, wie erschlaffte Haut an der Unterseite der Oberarme („Winkearme“) oder im Bereich der Innen- und Rückseite der Oberschenkel, lassen sich durch die Fäden inkl. der Gesäßregion deutlich straffen.

Die Nebenwirkungen des Fadenliftings sind gering: Eine leichte Schwellung für zwei bis drei Tage ist möglich, auch blaue Flecken können je nach Veranlagung des Patienten vorkommen. In den ersten zwei Tagen kann es zudem zu einem Fremdkörpergefühl in der Haut kommen, in extrem selten Fällen kann der Faden unter der Haut „wandern“. „Wichtig ist es, in der ersten Woche keine extremen Mimikbewegungen zu machen und sich auch keiner Gesichtsmassage zu unterziehen“, rät Dr. Duve.

Erstmals in Deutschland ergänzt und verfeinert Dr. Stefan Duve vom HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER das „Korean-System“: Er kombiniert das Faden-Lifting mit den Behandlungen Radiofrequenz und Filler als „Korean-Lifting by Dr. Duve“. Das minimalinvasive Faden-Lifting ist einsetzbar überall da, wo die Haut erschlafft: Gesicht, Bauch, Oberarme, Beine. Mit der Kombibehandlung von Dr. Duve erhöhen sich Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit noch erheblich.

Angewendet wird die Methode im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER auch zur Bauchstraffung nach Geburten oder starken Gewichtsabnahmen.

NEUES DOPPEL-TREATMENT GEGEN DEHNUNGSSTREIFEN

Große Gewichtsschwankungen, eine vererbte Bindegewebsschwäche, Schwangerschaften, aber auch Medikamente wie Cortison führen oft zu Dehnungsstreifen an Bauch, Oberschenkeln, Busen oder Oberarmen. Sie entstehen, wenn Fasern im Bindegewebe durch andauernde Dehnung geschädigt oder in ihrer Struktur verändert werden. Das Ganze ist vergleichbar mit einer Narbe nach einer Verletzung, bei der sich nur ein Ersatzgewebe auf der Wunde bildet, das weniger elastisch und meist heller als die übrige Haut ist. Erfolgreich behandeln ließen sich Dehnungsstreifen bisher mit der sogenannten Rio-Methode, entwickelt von einem brasilianischen Chirurgen und vom HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER vor ca. zehn Jahren, die dann nach Deutschland importiert wurde und seither ständig verfeinert wird. Dabei werden mit feinen Nadeln bewusst Verletzungen unter der Haut gesetzt, die Heilungs- und Straffungsprozesse im Bindegewebe auslösen, und mit einem ultragepulsten CO2-Laser nachbehandelt.

Das HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER bietet gegen die hartnäckigen rötlichen bis perlmuttfarbenen Streifen jetzt eine neue, modifizierte Behandlungsmethode an, die von zwei koreanischen Ärzten des Chung-Ang University Hospitals in Seoul kreiert wurde. Eine Studie über die Wirksamkeit des Treatments wurde gerade im International Journal of Dermatology publiziert. Es kombiniert die sogenannte intradermale Radiofrequenz mit der Platelet-Rich-Plasma-Therapie (PRP), die auch als Dracula-Therapie oder Vampir-Lifting bekannt ist. Dabei wird dem Patienten Blut abgenommen und in einer Zentrifuge nach Blutplättchen und Serum getrennt. Die im Serum enthaltenen Wachstumfaktoren werden durch einen speziellen Prozess um das Fünfzigfache erhöht. Über eine Nadelelektrode des Radiofrequenz-Geräts wird zunächst das Gewebe thermisch von innen behandelt und dann das Platelet Rich Plasma in die Dehnungsstreifen injiziert. Durch die Wachstumsfaktoren und die gezielte kleine Verletzung setzt ein enormer Wundheilungseffekt in der Haut ein, der das Gewebe der Dehnungsstreifen wieder elastischer macht und sie im Farbton der übrigen Haut anpasst. Besonders gute Resultate lassen sich mit der Korea-Methode an den Oberschenkeln, dem Bauch und dem Po erzielen. Drei Sitzungen im Abstand von vier Wochen sind in der Regel nötig – und ein wenig Geduld: „Dehnungsstreifen brauchen eine längere Zeit, um zu heilen. Es dauert rund drei bis vier Monate, bis sich die neue, verbesserte Gewebestruktur zeigt“, weiß Dr. Duve.

HINTERGRUNDWISSEN: DER NEUE BEAUTY-HOTSPOT SÜDKOREA

Nicht Brasilien und auch nicht die USA, sondern Südkorea ist der neue Hotspot, wenn es um plastisch-ästhetische Chirurgie geht. Laut der Daily Mail hat das Land die höchste Rate an Eingriffen in Bezug auf die Einwohnerzahl in der Welt. 20 Prozent aller Frauen zwischen 20 und 49 Jahren haben sich bereits für die Schönheit unters Messer gelegt, nach einer Umfrage der BBC sind es bei den ganz jungen Frauen zwischen 18 und 20 inzwischen sogar 50 Prozent und mehr. Schönheitschirurgie ist hier fast so selbstverständlich wie Zähneputzen oder der Kauf eines Make-ups geworden. Im Gangnam-Distrikt, dem Beverly Hills von Seoul, sind die U-Bahn-Stationen vollgepflastert mit Werbeplakaten von Beauty-Kliniken, rund 400 bis 500 dieser Institute liegen hier dicht an dicht auf einer Quadratmeile. Frauen und Männer, die trotz geschwollener Gesichter, Blutergüsse und Verbände ins Büro gehen, gehören zum Straßenbild inzwischen ganz selbstverständlich dazu. Ein klassisches Geschenk zum Hochschulabschluss ist der Nose Job oder auch eine Augenlid-OP, die aus schmalen, asiatischen Augen große im Manga-Look macht. Ein Eingriff, dem sich selbst der frühere Präsident des Landes, Roh Moo-hyun, direkt in seinem Büro unterzogen haben soll. Besonders beliebt sind momentan komplette Gesichtsformoptimierungen. Koreaner empfinden ihre Gesichter nämlich häufig als zu groß, kantig und zu lang. Unter anderem werden sie mittels des minimalinvasiven Faden-Liftings manchmal aber auch mit dem riskanten und nicht ungefährlichen Abschleifen der Knochen im Kieferbereich in eine zierlichere V-Form gebracht.

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