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Haut

Muttermale entfernen: wann Laser oder Skalpell die richtige Wahl ist

Oft stören sich Betroffene an ihren Muttermalen und wünschen sich, diese aus ästhetischen Gründen entfernen zu lassen. In manchen Fällen ist die Entfernung eines Leberflecks aber auch medizinisch indiziert.


von Dr. med. Christian Merkel|15.08.2025

Frau deutet auf Muttermale an ihrer Schulter

Unter einem Muttermal, umgangssprachlich auch als Leberfleck bezeichnet, versteht man eine gutartige Ansammlung von pigmentbildenden Zellen der Haut. Diese können am gesamten Körper sowie im Gesicht vorkommen und von Geburt an vorhanden sein oder sich erst im Laufe des Lebens aus unterschiedlichsten Gründen (z. B. Sonneneinstrahlung, hormonelle Veränderungen während der Pubertät oder Schwangerschaft) entwickeln. Da Muttermale in Größe, Farbe und Form sehr variieren, stören sich Betroffene nicht selten an den Flecken und wünschen sich, diese aus ästhetischen Gründen entfernen zu lassen. In manchen Fällen ist die Entfernung eines Leberflecks aber auch medizinisch indiziert. Während für gewöhnlich das Entfernen per Laser erfolgt, ist aber auch eine chirurgische Ausschälung per Skalpell möglich.

Wann ist es sinnvoll, ein Muttermal entfernen zu lassen?

Vor allem dunkelbraune oder schwarze, leicht erhabene Muttermale werden oft als kosmetisch störend empfunden. Dies ist ein Grund, weshalb Betroffene sich ein Muttermal entfernen lassen wollen. Eine Entfernung wird aber auch empfohlen, wenn Muttermale durch Kleidung oder Schmuck wiederholt gereizt und womöglich verletzt werden bzw. aufgrund ihrer Positionen zu Beschwerden führen. Das Gleiche gilt für Muttermale, die verdächtige Veränderungen aufweisen. Dies ist z. B. der Fall, wenn der Rand des Leberflecks unscharf oder ausgefranst erscheint oder der Fleck die Farbe geändert hat. Bevor ein Leberfleck entfernt wird, sollte dieser beim Dermatologen untersucht werden. Mit einem Auflichtmikroskop lässt sich neben Größe und Farbe auch Form des Muttermals genauestens beurteilen. Eine solche Untersuchung empfehlen wir Experten übrigens nicht erst, wenn bereits Auffälligkeiten auftreten. Neben einer regelmäßigen Selbstuntersuchung sollten auch alle zwei Jahre Hautkrebsscreenings stattfinden, bei denen der gesamte Körper nach Hautveränderungen untersucht wird.

Muttermale lasern: die schonende Alternative

Die Lasermethode bietet sich für all diejenigen an, die sich an ihrem Muttermal aus ästhetischen Gründen stören und es deshalb loswerden möchten. Ist das Muttermal eindeutig gutartig, lässt es sich mit der Laseranwendung präzise entfernen, ohne dabei Narben zu hinterlassen. Steht die Gutartigkeit nicht fest oder handelt es sich aufgrund einer unregelmäßigen Form sowie Farbverteilung und dem damit einhergehenden erhöhten Hautkrebsrisiko um bereits klinisch auffällige Muttermale, wird das Entfernen des Leberflecks mittels Laser nicht empfohlen. Dann wird eine operative Entfernung notwendig.

Chirurgische Entfernung: Skalpell, Stanze und Co.

In manchen Fällen ist es nicht möglich, ein Muttermal mittels Laser zu entfernen. Stellt sich dann die Frage: Muttermal stanzen oder schneiden? In den meisten Fällen ist es ratsam, das Muttermal mithilfe eines feinen Skalpells zu entfernen. Unter lokaler Betäubung wird das betroffene Muttermal mitsamt angrenzendem Gewebe herausgetrennt und im Anschluss für einen feingeweblichen Check zur weiteren Untersuchung in ein Labor geschickt. Je nach Größe wird die Wunde anschließend mit wenigen Stichen vernäht. Ist das Muttermal sehr klein, kann dieses auch mithilfe einer Stanze entfernt werden. Dies ist vor allem für sichtbare Stellen am Körper, wie dem Gesicht oder Dekolleté von Vorteil, da ein Vernähen im Anschluss oft nicht nötig ist. Dennoch sollten bei der chirurgischen Entfernung von Muttermalen die damit verbundenen Risiken nicht außer Acht gelassen werden. Hierzu zählen neben selten vorkommenden Nachblutungen, Infektionen und einer verzögerten Wundheilung auch mögliche Narbenbildungen.

Laser oder Skalpell: Welche Methode ist die richtige?

Kann eine Malignität, sprich die Bösartigkeit, des vorhandenen Gewebes ausgeschlossen werden, lässt sich das Muttermal in der Regel mittels Laser entfernen. Hierfür wird das Muttermal Schicht für Schicht mit einem CO2-Laser abgetragen, der gezielt auf die zu behandelnde Stelle gerichtet ist. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und lässt das umliegende Gewebe vollkommen unbeeinträchtigt. Weitere Vorteile bei der Lasermethode: Wird ein Muttermal gelasert, ist dies schmerzarm und hinterlässt keine Narben. Die Behandlung benötigt eine örtliche Betäubung. Im Anschluss kommt es zu keinerlei Einschränkungen. Lediglich eine Krustenbildung im behandelten Bereich ist zu erwarten. Die Kruste fällt nach wenigen Tagen ab und darf keinesfalls entfernt werden. Alternativ zum CO2-Laser bietet sich auch die Anwendung mit dem Erbium:YAG-Laser an, der mithilfe eines Erbium-dotierten YAG-Kristall ohne thermische Schädigung eine punktgenaue und glatte Abtragung gewährleistet. Vergleichbar mit dem CO2-Laser bildet sich im Anschluss ebenfalls eine Kruste, die bis zu sieben Tagen bestehen bleibt und sich dann selbst löst.

Handelt es sich bei dem Leberfleck hingegen bereits um Hautkrebs, gilt es, das Muttermal keinesfalls zu lasern. Dann stellt vielmehr die Ausschälung per Skalpell die Methode der Wahl dar. Nur so kann gewährleistet werden, dass zur Sicherheit auch direkt umliegendes Gewebe entfernt wird. Die Methode des Vereisens und somit das gezielte Erfrieren mit flüssigem Stickstoff wird inzwischen übrigens kaum noch angewendet.

Was kostet die Entfernung von Muttermalen?

Ist die Entfernung des Muttermals medizinisch notwendig (z. B. bei Verdacht auf Hautkrebs), kann die Kosten in der Regel die Krankenkasse übernehmen. Findet die Entfernung hingegen aus rein kosmetischen Gründen statt, müssen die Kosten selbst getragen werden. Die Kosten für das Entfernen des Muttermals variieren dabei je nach Größe, Art sowie Aufwand der gewählten Behandlungsmethode und liegen meist zwischen 150 und 200 Euro. Gerne erstellen wir Ihnen auf Wunsch einen individuellen Kostenvoranschlag nach einer Voruntersuchung durch unser erfahrenes Expertenteam im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER.

Muttermale entfernen für mehr Sicherheit und Wohlbefinden

Weist ein Muttermal bereits Anzeichen von Veränderungen z. B. in Größe, Farbe oder Form auf, kann es ratsam sein, zur Sicherheit und zum Schutz vor Hautkrebs den Leberfleck entfernen zu lassen. Aber auch die Steigerung des eigenen Wohlbefindens spricht vereinzelt für das Lasern eines Muttermals, insbesondere wenn sich das Muttermal an ungünstigen Stellen befindet und des daher zu Beschwerden kommt. Um eingesunkene Narben nach der Behandlung zu vermeiden, ist neben der Wahl der richtigen Entfernungsmethode auch eine entsprechende Nachsorge entscheidend. So sollte der behandelte Bereich stets sauber und trocken gehalten werden. Ebenso empfiehlt es sich, die Haut konsequent mit hohem Lichtschutz (am besten LSF 50) zu schützen. Wird das Muttermal übrigens bei der ersten Behandlung nicht vollständig entfernt oder wächst nach, kann es wiederholt behandelt werden. Bei Verdacht eines Nachwachsens sollte unbedingt ein Dermatologe zurate gezogen werden. Das Gleiche gilt für Muttermale, die sich im Lauf der Zeit verändert haben, sei es in Form oder Farbe. Meine Kolleg*innen und ich sprechen Ihnen in diesen Fällen gerne Empfehlungen aus und beraten Sie ausführlich zu passenden Behandlungsangeboten.

Insbesondere Muttermale, die unregelmäßig, mehrfarbig oder gar neu gewachsen sind, sollten unbedingt von einem erfahrenen Dermatologen beurteilt werden. Einen solchen Check-up bieten wir bei uns im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER ebenso an wie die anschließend oftmals erforderliche Entfernung des Muttermals. Bei Interesse nehmen Sie jederzeit Kontakt mit uns auf.


Dr. med. Christian Merkel

Dr. med. Christian Merkel ist Facharzt für Dermatologie und Allergologie und Ihr Ansprechpartner bei Fragen rund um die Behandlung von Haarausfall.


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