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Gesicht

Augenringe entfernen – Das hilft wirklich!

Typischerweise werden Augenringe in Form von dunklen Verfärbungen unter den Augen sofort mit langen Partynächten, wenig Schlaf oder Stress assoziiert. Dabei sind Augenringe ein häufiges kosmetisches Problem, das einen optisch müde, ausgelaugt und abgespannt wirken lässt – und das selbst, wenn man sich ausgeschlafen und fit fühlt.


von Dr. med. Christian Merkel|27.04.2026

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„Etwa eine kurze Nacht gehabt?“ Viele Betroffene kennen diese Frage nur zu gut. Typischerweise werden Augenringe in Form von dunklen Verfärbungen unter den Augen sofort mit langen Partynächten, wenig Schlaf oder Stress assoziiert. Dabei sind Augenringe ein häufiges kosmetisches Problem, das einen optisch müde, ausgelaugt und abgespannt wirken lässt – und das selbst, wenn man sich ausgeschlafen und fit fühlt.

Was steckt also hinter den dunklen Schattierungen im Augenbereich? Und was lässt sich effektiv gegen Augenringe tun?

Wie entstehen Augenringe eigentlich?

Eines vorweg: Gesundheitlich bedenklich sind Augenringe in der Regel nicht. In den meisten Fällen handelt es sich bei den dunklen Verfärbungen in der Augenregion um ein rein kosmetisches Problem. Betroffen sind Frauen und Männer gleichermaßen.

Grundsätzlich kommt es zu Augenringen, da die Haut im Bereich der Augen sehr dünn ist – im Gegensatz zu anderen Stellen des Gesichts bis zu sechsmal dünner. Unter der Haut liegende Blutgefäße zeichnen sich deutlich ab. Doch damit nicht genug: Als Reaktion der sensiblen Haut auf Stress, lange Partynächte oder ungesunde Ernährung ist ein Sauerstoffmangel im Blut möglich, der das Blut dunkel verfärbt. Dunkle Augenschatten entstehen.

Neben den genannten Gründen kann aber auch eine ungünstige Erbanlage, wodurch die Blutgefäße dicht unter der dünnen Haut liegen und dadurch als dunkle Schattierungen wahrgenommen werden, als Grund für die Augenringe ausgemacht werden.

Welche Arten von Augenringen gibt es?

Augenringe können in verschiedenen Farben auftreten. Die Farbe variiert je nach Ursache und reicht von bläulich-violett bis hin zu grau-schwarz. Hier ein Überblick:

  • Blaue bis violette Augenringe

Bläulich-violette Augenringe kommen sehr häufig vor und entstehen meist durch deutlich durchscheinende Blutgefäße unter der sehr dünnen Haut. Häufige Ursachen: Müdigkeit bzw. Schlafdefizit, Flüssigkeitsmangel, Mangel an Vitalstoffen oder erbliche Veranlagung. Die dunklen Augenringe in blau-violett sind aber auch im fortgeschrittenen Alter als Folgen des Alterungsprozesses keine Seltenheit.

  • Rötliche Augenringe

Rötliche Augenringe deuten meist auf Reizungen oder Entzündungen hin. Sie treten vor allem im Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis auf. Aber auch Allergien, sei es auf Pollen oder Hausstaub, können für rötliche Augenringe in der empfindlichen Augenregion verantwortlich sein.

  • Graue Augenringe

Extrem dunkle, graue oder als schwarz wahrgenommene Augenringe entstehen oftmals aufgrund einer Hyperpigmentierung. Der Überschuss an Melanin verfärbt die Haut dunkel. Verstärkt wird dieser Effekt z. B. durch intensive UV-Strahlung, Nikotinkonsum oder einen unausgewogenen Lebensstil.

  • Gelbe Augenringe

Gelbe Augenringe treten äußerst selten auf und können ebenfalls auf einen ungesunden Lebensstil oder Schlafmangel hinweisen. In manchen Fällen stecken jedoch auch Erkrankungen der Leber hinter der gelblichen Verfärbung im Augenbereich. Dies gilt es abzuklären. 

Schnelle Hilfe gegen Augenringe

Bye-bye, puffy eyes! Wenn es mal schnell gehen muss, lassen sich Augenringe mit ein paar einfachen Tipps mindern – zumindest temporär.

Kälte

Am einfachsten geht das durch Kälte. Hierfür am besten Teelöffel aus Metall, die zuvor kurz im Kühlschrank gelagert wurden, für wenige Minuten auf die Augenpartie legen. Die Kälte wirkt wie ein Frischekick und sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Alternativ funktioniert das natürlich auch mit Augen-Patches, die neben einem kühlenden, abschwellend wirkenden Effekt meist zusätzlich mit Wirkstoffen wie Hyaluron, Aloe vera oder Koffein angereichert sind. Das unterstützt den Detox-Effekt zusätzlich. Die Patches auf die gereinigte Haut aufdrücken. 15 bis 20 Minuten einwirken lassen. Nach dem Abnehmen überschüssiges Serum sanft in die Haut einklopfen.

Teebeutel

Ebenso effektiv, wenn auch oldschool: Schwarzteebeutel! Kurz in kaltem Wasser eingeweicht und für einige Minuten auf die geschlossenen Augenlider gelegt, lassen die im Tee enthaltenen Gerbstoffe die Gefäße ebenfalls schrumpfen, was eine abschwellende Wirkung zur Folge hat. Tipp: Der verwendete Schwarztee sollte möglichst ohne Zusatzstoffe und Aromen auskommen.

Make-up

Und wer’s besonders eilig hat: Die unschönen Schattierungen im Augenbereich lassen sich natürlich auch wegschminken. Hierzu einen gut deckenden, cremigen Concealer wählen, am besten ein bis zwei Nuancen heller als der eigene Hautton. Mit dem Ringfinger oder einem speziellen Concealer-Pinsel im Augenbereich sanft in die Haut einarbeiten. Mit feinem, losem (transparentem) Puder fixieren.

Augenringen effektiv vorbeugen

Augenringe sind nicht selten die Folge einer ungesunden Lebensweise. Dieser entgegenzuwirken kann auch gegen die dunklen Schatten unter den Augen helfen.

Ausreichender Schlaf

Um Augenringe bestmöglich vorzubeugen, ist auf ausreichend, erholsamen Schlaf in einem kühlen, idealerweise gut belüfteten Raum zu achten. Ebenso kann eine leicht erhöhte Schlafposition Schwellungen im Augenbereich entgegenwirken. Befindet sich der Kopf während des Schlafens in einer leicht erhöhten Position, staut sich kaum bzw. weniger Flüssigkeit im Gewebe. Fällt es allgemein schwer, genügend Schlaf abzubekommen? Augenmasken aus Seide können helfen. Sie decken nachts die Augen leicht ab, schirmen Licht ab und sollen positive Auswirkungen auf die Schlafqualität haben. Ideal auch für alle, die auf Reisen z. B. im Flugzeug Schwierigkeiten mit dem Schlaf haben.

Ernährung & Flüssigkeit

Und – wie könnte es anders sein – auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung trägt maßgeblich dazu bei, Augenringe vorzubeugen. An oberster Stelle steht dabei: Täglich genug Mineralwasser (ca. 2–2,5 Liter) trinken! Möglichst gestrichen werden sollte dagegen Alkohol. Ebenso empfiehlt es sich, den Nikotinkonsum weitestgehend einzuschränken.

Hautpfleg

Neben einem gesunden Lebensstil können aber auch Pflegeprodukte dazu beitragen, Augenringe zu verhindern. Hier ist eine feuchtigkeitsspendende Pflege ideal. Angereichert mit Wirkstoffen wie Hyaluron oder Retinol wird die empfindliche Hautpartie intensiv gepflegt. Täglich in die Pflegeroutine integriert, sollte die Creme sanft in die Haut unter den Augen eingeklopft werden. Aber auch kühlende Wirkstoffe wie Koffein bieten sich an, um die Haut zu beleben und vorhandene Schwellungen zu reduzieren.

Profi-Methoden zum Entfernen von Augenringen

Hausmittelchen, eine Extraportion Pflege und Concealer helfen nicht, um Augenringe zufriedenstellend zu mindern? Kein Problem! Zum Glück gibt es eine Vielzahl ästhetischer Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sich Augenringe effektiv und nachhaltig behandeln lassen. Folgende minimal-invasive Methoden haben sich dabei besonders bewährt:

  • Thermage FLX®
    Auch die innovative Thermage FLX®-Methode eignet sich zur langfristigen Behandlung von Augenringen. Die Methode nutzt monopolare Radiofrequenz, um Wärme in die tieferen Hautschichten zu transportieren. Ohne das Gewebe zu schädigen, sorgt die erzeugte Wärmeentwicklung dafür, dass sich das Kollagen zusammenzieht und gleichzeitig das Wachstum von neuem Kollagen angeregt wird. Die Hautpartie wird ganz ohne Skalpell gestrafft, Augenringe werden reduziert. Der besondere Clou: In der Regel muss die Behandlung nur ein einziges Mal durchgeführt werden.
  • Fadenlifting
    Das Fadenlifting zählt inzwischen zu einer der beliebtesten nicht-chirurgischen Methoden der ästhetischen Medizin, mit der sich vor allem in den unteren Gesichtsbereichen, wie der Wangenpartie, Lifting-ähnliche Effekte erzielen lassen. Die Methode eignet sich aber auch zum Aufhellen von Augenringen. Mit einer speziellen Nadel werden Polydioxanon-Fäden mit einer Hülle aus 24-karätigem Gold gezielt im Augenbereich unter die Haut eingebracht. Die resorbierbaren Goldfäden werden so platziert und verankert, dass sie von außen nicht sichtbar sind und unter der Haut auch nicht „wandern“. Innerhalb von acht Monaten lösen sich die Fäden von allein wieder auf. Dabei wird die Kollagenbildung angeregt, wodurch die Haut weniger transparent erscheint. Der entstehende aufhellende Effekt hält bis zu drei Jahre an.
  • Hyaluron
    Bei Hyaluronsäure handelt es sich um eine natürlicherweise im Körper vorkommende Substanz, die sich auch als Filler-Präparat absolut bewährt hat. Gezielt in die Augenpartie injiziert, lässt sich mit Hyaluronsäure-Injektionen verlorenes Volumen ausgleichen. Mit einer stumpfen Kanüle vorsichtig in die Augenpartie gespritzt, lässt sich der empfindliche Bereich aufpolstern. Kleine Fältchen werden geglättet. Zudem kaschiert das erzeugte „Extra-Polster“ optisch vorhandene Augenringe. Um den Effekt aufrechtzuerhalten, sind regelmäßige Auffrischungsbehandlungen nötig.
  • Polynukleotide gegen Augenringe
    Um den Bereich der Augen frischer und wacher aussehen zu lassen, eignet sich auch eine Injektion mit Polynukleotiden. Die Polynukleotide, gewonnen aus der DNA von Fischen, werden in Form eines Gels gezielt in die Augenregion injiziert. Eingebracht in die Haut regt der Biostimulator sowohl Zellaktivität, als auch Regeneration an. Dies hat einen verjüngenden Effekt zur Folge, der auch Augenringe optisch verschwinden lässt. Als sogenanntes Lunchtime-Treatment eingestuft dauert eine Anwendung nur etwa 15 Minuten und ist lediglich mit minimalen Rötungen oder Schwellungen verbunden. Für ein optimales Ergebnis empfehlen sich drei bis vier Behandlungen, die jeweils im Abstand von vier Wochen stattfinden sollten.
  • PRF-Therapie gegen Augenringe
    Ähnlich der geläufigen PRP-Behandlung, bei der plättchenreiches Plasma aus Eigenblut zur Regeneration der Haut genutzt wird, verwendet die weiterentwickelte PRF-Behandlung Fibrin und kommt damit ganz ohne körperfremde Zusätze aus. Nach der Abnahme von Blut wird dieses aufbereitet, um thrombozytenreiches Fibrin (PRF) zu isolieren. Dieses PRF kann dann mittels feinster Mikroinjektionen im Augenbereich injiziert werden. Die hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren regt die natürliche Regeneration und Kollagenproduktion an. Das Ergebnis ist eine Verjüngung und Strukturverbesserung, was auch bei Augenringen eingesetzt die dunklen Schatten sichtbar kaschieren kann. In der Regel raten wir zu 2 bis 5 Sitzungen, bis sich nachhaltig  eine Verbesserung der Augenringe einstellt.

Sie interessieren sich für eine der genannten Methoden zur Behandlung von Augenringen? Oder benötigen eine ausführliche Beratung, um für sich das richtige Behandlungsverfahren zu finden? Gerne beraten meine Kollegen oder ich Sie bei uns im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Praxis.


Dr. med. Christian Merkel

Dr. med. Christian Merkel ist Facharzt für Dermatologie und Allergologie und Ihr Ansprechpartner bei Fragen rund um die Behandlung von Haarausfall.


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