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Zahlenspiele für die Sonne: gut geschützt

02. Juni 2017

Viele Menschen haben inzwischen die Wichtigkeit von Sonnenschutz verinnerlicht und wenden regelmäßig Lichtschutzprodukte an. Doch in unseren dermatologischen Sprechstunden stellen wir immer wieder fest, dass es noch eine Reihe von Missverständnissen bei der Anwendung gibt. Denn um die Haut vor langfristigen Schäden durch UV-Strahlung zu bewahren, ist das richtige Lichtschutzprodukt und die richtige Menge entscheidend.

Wann braucht man also welchen Sonnenschutz?

Das Gesicht sollte täglich – rund ums Jahr – mit einer Tagescreme mit integriertem Lichtschutz vor der UV-Strahlung geschützt werden. Dabei auch alle frei liegenden Hautstellen wie Nacken oder Ohren eincremen! Im Frühling, Sommer und Herbst sowie bei Outdoor-Aktivitäten sollten auch der Körper und vor allem die Hände in den Genuss eines Lichtschutzprodukts kommen. Nicht vergessen: einen Lippenpflegestift mit UV-Schutz, ideal ist LSF 30, da die Lippen sehr UV-empfindlich sind. Gut vorbereitet sind Sie, wenn Sie ein Sonnenschutzprodukt mit mindestens LSF 30 in der Tasche haben – falls Sie die Mittagspause im Freien verbringen oder sich nach der Arbeit spontan draußen aufhalten. Wer im Gartenstuhl, im Park oder auf dem Balkon die Sonne genießen will, kann ein herkömmliches Sonnenschutzprodukt verwenden – entscheiden Sie nach Ihren persönlichen Vorlieben, ob Sie eine Creme, Lotion, ein Spray oder ein Gel verwenden. Steht jedoch ein Tag am Meer, am See oder am Pool an, also an oder im Wasser, sind Sie mit wasserresistenten Sonnenschutzprodukten besser geschützt. Hier lieber einen höheren LSF auftragen, denn durch die Reflexion des Wassers wird die UV-Strahlung intensiviert.
Bei sportlichen Aktivitäten bieten schweißresistente Produkte längeren Schutz, denn sie werden durch den Schweiß der Sommerhitze nicht von der Haut gewaschen.

Mehrere Sonnenschutzprodukte gleichzeitig verwenden?

Wer allerdings meint, Sonnenschutzprodukte nach dem mathematischen Prinzip „1 + 1 = 2“ verwenden zu können, hat sich getäuscht. Der Lichtschutzfaktor lässt sich auch durch Layering von Produkten nicht addieren: Ein Lichtschutzfaktor 20 und ein Sonnenschutzprodukt mit LSF 30 ergeben NICHT einen Lichtschutzfaktor 50. Weder durch Nachcremen noch durch Überlagerungen der Lichtschutzfaktoren erhöht sich der angegebene LSF – und damit auch nicht die Gesamtschutzzeit. Damit der auf dem Produkt ausgelobte Lichtschutzfaktor jedoch auch erreicht wird, ist die verwendete Menge entscheidend. Sonnenschutzmittel sollten immer großzügig aufgetragen werden.

Wie erfolgt die Ermittlung des Schutzfaktors?

Die Ermittlung des Schutzfaktors erfolgt mit zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut – d. h., Sie müssen etwa zehn Milliliter Sonnenmilch pro gesamter Körperoberfläche auftragen. Die meisten Menschen verwenden jedoch eine geringere Produktmenge – ohne zu wissen, dass sich dann auch der Schutzfaktor dementsprechend verringert. Dies gilt übrigens für chemische und physikalische Filter gleichermaßen. Daher lieber einen höheren LSF verwenden, um sich ausreichend zu schützen, und Sonnenschutzprodukte nicht zu sparsam verwenden.



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