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Stewardessen-Erkrankung – worum handelt es sich dabei?

11. Mai 2017

Ein Cremetiegel hier, eine Maske dort und obendrein noch ein Serum – wer denkt, viel hilft auch viel, irrt gewaltig. Immer häufiger sehen wir Ärzte vom HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER Patientinnen, die ihrer Haut einfach zu viel zumuten und sie regelrecht überpflegen. Die Folge ist periorale Dermatitis, umgangssprachlich auch als Stewardessen-Erkrankung bekannt. Ihren Ursprung hat die Hauterkrankung in den 1960er-Jahren. Stewardessen, die sich täglich übermäßig schminkten und gleichzeitig regelmäßig neue Produkte im Duty-free-Shop testeten, klagten plötzlich über eine Veränderung der Haut.
In der Regel zeigt sich die periorale Dermatitis in Form von Rötungen, kleinen Knötchen und Pusteln im Bereich des Mundes oder der Augen. Oft schuppt sich die Haut zunächst, sodass Patientinnen die vermeintlich trockene Haut zusätzlich mit Cremes behandeln. Ein Teufelskreis entsteht.
Bei einer solchen Hautveränderung empfehlen wir, direkt den Rat eines Dermatologen einzuholen. Früher riet man zur sogenannten Nulltherapie, wobei über einen bestimmten Zeitraum komplett auf Pflegeprodukte verzichtet wurde. Heute wird periorale Dermatitis so lange mit hochwirksamen, teilweise verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt, bis die Haut wieder im Gleichgewicht ist.

Unsere Tipps zur Vermeidung der perioralen Dermatitis:

  • Mit Anfang 20 brauchen Sie noch keine reichhaltigen, fettreichen Anti-Aging-Produkte. Besser sind Cremes mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen.
  • Zur Reinigung am besten milde Waschlotionen oder Mizellenlösungen verwenden und starkes Rubbeln auf der Haut vermeiden.
  • Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Dermatologen oder Ihrer medizinischen Kosmetikerin bezüglich der richtigen Pflege beraten.


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