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Lasermethoden und Ihre Mythen

13. März 2019

Mythen rund um den Bereich der Laserbehandlungen gibt es viele. Die wohl haarsträubendste, die uns bislang im Praxisalltag untergekommen ist: Vegetarier sollten von Laser-Haarentfernungsbehandlungen besser absehen. Als Grund wurde der hohe Beta-Carotin-Gehalt in der Nahrung genannt, der die Haut gelblich färbt und somit das applizierte Laserlicht nicht vollumfänglich zu den Haarfollikeln leiten würde. Aber auch andere Unwahrheiten kamen seit Beginn der Lasertherapien im Jahr 1988 immer wieder auf: Laserstrahlung sei massiv gefährlich, könne Krebs hervorrufen oder sei in seiner Wirkung noch nicht genügend erforscht. Zeit, die fünf derzeit gängigsten Lasermythen aus der Welt zu schaffen.

MYTHOS 1: GELASERT WERDEN SOLLTE AUSSCHLIESSLICH IM WINTER

Dies ist wohl der hartnäckigste Mythos, mit dem wir Dermatologen immer wieder konfrontiert werden. Abgesehen von wenigen speziellen Laserbehandlungen ist auch in den Sommermonaten eine Behandlung mit den meisten gängigen Lasern natürlich möglich. Bestes Beispiel hierfür: Die meisten Laseranwendungen finden in den USA statt, größtenteils in Städten mit über 3.000 Sonnenstunden im Jahr. Auch die Angst vor möglichen Pigmentverschiebungen ist unbegründet. Diese treten nämlich auch hierzulande in den Wintermonaten auf, sofern die Haut nicht konsequent mit einem hohen Lichtschutz geschützt wird.

MYTHOS 2: SCHWANGERE DÜRFEN KEINESFALLS GELASERT WERDEN

Es ist wahr, dass die meisten Ärzte von Laserbehandlungen während einer Schwangerschaft absehen. Dies ist aber nicht als Verbot zu betrachten, sondern lediglich als Vorsichtsmaßnahme. Sieht man bei Schwangeren aufgrund des veränderten Hormonhaushaltes von der erhöhten Gefahr möglicher Hyperpigmentierungen ab, sind bislang keine Fälle nachgewiesen worden, bei denen das ungeborene Kind durch eine Laseranwendung zu Schaden gekommen ist. Dennoch raten auch wir dazu, mit mancher Lasertherapie besser bis nach der Geburt zu warten.

MYTHOS 3: IPL IST SICHERER ALS LASER

Häufig werden Behandlungen mit IPL, die mit vermeintlich ungefährlichem Licht beworben werden, als sichere Alternative zum Laser dargestellt. Dies stimmt nicht. Werden die Behandlungen von einem erfahrenen Dermatologen durchgeführt, sind IPL und Laser nahezu deckungsgleich. Der einzige Unterschied: IPL-Lasertreatment werden nicht selten von unqualifizierten Laien angeboten, die womöglich noch mit billigen, technisch unsicheren Gerätschaften erhebliche Nebenwirkungen zur Folge haben können. Seit geraumer Zeit fordern daher dermatologische Fachgesellschaften umfassende Regularien sowie eine standardisierte Ausbildung für Behandler. Ob sich dies in naher Zukunft jedoch bereits umsetzen lässt, ist fraglich.

MYTHOS 4: NAGELPILZ LÄSST SICH MIT EINER LASERBEHANDLUNG BEKÄMPFEN

Eine Nagelpilzerkrankung ist meist eine lästige und langwierige Angelegenheit. Mit dem IPL-Lasertreatment steht uns heute zum Glück eine Methode zur Verfügung, die Symptome und Ursache des Nagelpilzes gleichermaßen bekämpft. Doch viele Betroffene denken, die innovative Lichtbehandlung zeigt bereits nach einer Sitzung ihre Wirkung. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen, sind allerdings mindestens acht Behandlungen nötig. Zudem hat sich nach wie vor die Kombinationstherapie aus Laser, Lack und/oder Tabletten am effektivsten erwiesen.

MYTHOS 5: NACH DEM LASERN WACHSEN HAARE ÜPPIGER NACH

Auch zum Thema Haarentfernung mittels Laser gibt es eine Vielzahl an Mythen. Die Aussagen reichen von „nur eine Sitzung genügt“, bis hin zu „Haare wachsen vermehrt nach“. Letzteres tritt durchaus auf, wenn auch als äußerst seltene Nebenwirkungserscheinung einer Laserhaarentfernung. Grundsätzlich ist es aber nicht erwiesen, dass Rasieren, Schneiden oder eben Lasern der Haare deren Wachstum ankurbelt. Übrigens: Auch eine Behandlung alleine führt noch nicht zum Erfolg. Je nach zu behandelnder Region empfehlen wir zwischen fünf bis sieben Sitzungen.



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