Haut- und Laserzentrum München

Hautarzt

Gemeinschaftspraxis von Dr. med. Stefan Duve, Dr. med. Hans-Peter Schoppelrey und Dr. med. univ. Wolfgang Niederdorfer, Fachärzte für Dermatologie und Allergologie.

Doctor Duvey

Doctor Duve

HAUTVERJÜNGUNG


PEELINGS

Mit einem dermatologischen Peeling lassen sich je nach Peeling-Methode Fältchen, kleine Narben, Sonnenschäden, Pigmentflecken und Aknenarben behandeln. Das Verfahren wird individuell maßgeschneidert auf den Hauttyp und den Grad der Schädigung. Wichtig ist, dass Ihr Arzt Ihren Hauttyp richtig einordnet. Dazu hat man sich international auf ein Typenraster nach Fitzpatrick geeinigt. Benannt nach seinem Erfinder, einem amerikanischen Hautarzt. Es umfasst für unsere Breitengrade Typ I (extrem hellhäutig) bis Typ IV (mediterran-oliv). Letzteren sollte man keinerlei intensiven Schälprozessen aussetzen, weil die Gefahr einer bleibenden stellenweisen Aufhellung (Hypopigmentierung) oder Überpigmentierung (Hyperpigmentierung) zu groß ist. Eine vierwöchige häusliche Vorbehandlung der Haut mit speziellen Produkten ermöglicht ein schöneres Resultat und die bessere Verträglichkeit der Säure. Das Gleiche gilt auch für ein Laser-Peeling. Hier eine Übersicht der bei uns verwendeten Verfahren:

 

SOFT-PEELING MITTELS FRUCHTSÄUREN FÜR MEHR FRISCHE

Geschält wird nur die oberste Schicht der Haut mit den abgestorbenen Zellen. Danach sieht der Teint frischer und wieder ebenmäßig aus, auch oberflächliche braune Flecken verschwinden und manchmal auch Sommersprossen, wenn sie nicht zu tief sitzen. Für die Behandlung werden Fruchtsäuren in Konzentrationen zwischen 10 und 70 Prozent verwendet. Sie kann mit einer stärkeren Säure in einer Sitzung oder mit allmählich steigender Konzentration über einige Wochen durchgeführt werden. Diese „Schälkur auf Raten“ hat den Vorteil, dass die Haut hinterher nur wenig gerötet ist und sich mit Make-up sofort perfekt abdecken lässt. Dagegen kann es bei der intensiveren Einmal-Anwendung zu starker Schuppung und Rötung kommen. Hauttyp I reagiert mitunter sogar mit Krustenbildung. Die oberflächliche Schälkur ist schmerzarm. Es kann lediglich ein leichtes Brennen auftreten. Sonne und Solarium sind während aller Säurebehandlungen tabu, sonst riskiert man Pigmentflecken. Der erzielte Frische-Effekt hält 3 bis 6 Monate.

 

MITTELSTARKES PEELING EGALISIERT DEN TEINT

Kleinere und mittlere Falten, Pigmentstörungen, Hautunreinheiten, vergrößerte Poren und flachere Aknenarben sitzen tiefer in der Haut. Dementsprechend muss die Säure aggressiver sein. Mit 20- bis 30prozentiger Trichloressigsäure (TCA) wird die gesamte obere Hautschicht bis in die sogenannte retikuläre Dermis abgeätzt. Die Haut, die sich darunter neu bildet, ist dann ohne Makel. Meist werden vor dem Peeling Schmerztabletten verabreicht, da die Säure stark brennt. Auf Wunsch erfolgt auch eine leichte oberflächliche Betäubung oder ein Dämmerschlaf. Die Behandlung dauert etwa 20 Minuten. Anschließend ist das Gesicht leicht geschwollen und gerötet. In den folgenden Tagen verfärbt sich die Haut dunkelbraun, wird trocken und schält sich. In der Regel ist eine Auszeit von von einer Woche notwendig. Die Hauptrisiken eines mittelstarken Peelings sind verlängerte Rötungen. Bräunliche Flecken entstehen durch vorzeitige Sonnenexposition. Das Peeling sollte nur in der sonnenarmen Jahreszeit durchgeführt werden. Das Resultat bleibt einige Jahre stabil. Sonne und Nikotin können die Haltbarkeit reduzieren.

 

TIEFENPEELING STRAFFT DIE HAUT UND MACHT SIE GLATT

Ein tiefes Peeling reicht bis in die Hautschichten, die aus kollagenen und elastischen Fasern sowie Bindegewebe bestehen. Deshalb lassen sich damit auch stärkere Akne- Narben und tiefere Falten beseitigen, das Gewebe wird gestrafft. Trichloressigsäure von 30- bis 50prozentiger Konzentration wird 2 bis 3 Mal hintereinander aufgetragen, um die nötige Tiefe in der Haut zu erreichen. Der Eingriff erfolgt wegen der beträchtlichen Schmerzen in Dämmerschlaf-Narkose. Als Reaktion auf die Verätzung ist das Gesicht hinterher stark angeschwollen, die Haut brennt und nässt. Eine Auszeit von 14 Tagen ist nötig. Sunblocker sind in den ersten 6 Monaten oberste Pflicht. Rötungen können über mehrere Wochen anhalten. Die Gefahr von Narben besteht, wenn die ärztlichen Vorschriften zu Hause nicht eingehalten werden. Bei entsprechender Lebensführung kann der Effekt eines Tiefenpeelings bis zu 5 Jahre halten.

 

PHENOL – STÄRKSTES PEELING MIT MAXIMALEM EFFEKT

Phenol ist das stärkste aller chemischen Peelings und bewirkt ein sehr tiefes Abschälen der Haut, bis hinunter in das tiefere Bindegewebe. Es ist bei tiefen Narben und Hautfalten, ausgeprägten Pigment-Störungen und extrem lichtgeschädigter Haut indiziert sowie bei bestimmten Vorstufen von Hautkrebs. Es sollte nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden. Da ein Phenol-Peeling sehr schmerzhaft ist, empfehlen wir während der Behandlung eine Anästhesie mit Dämmerschlafnarkose.
Vor dem Peeling wird die Haut zunächst gereinigt, dann die Phenol-Lösung aufgetragen und danach das Gesicht komplett verpflastert. Der Pflasterverband wird nach 24 Stunden entfernt. Anschließend wird ein antiseptisches Puder aufgetragen, das eine feste Kruste bildet. Diese muss für eine Woche auf der Haut verbleiben. In den ersten Tagen kann es zu starken Schwellungen kommen.
Nach der Behandlung braucht die Haut länger als bei anderen Peelings, um sich zu erholen. Gesellschaftsfähig ist der Patient frühestens wieder nach 2 bis 3 Wochen, direktes Sonnenlicht sollte unbedingt für 6 Monate gemieden werden. Phenol-Peelings werden ausschließlich im Gesicht angewendet. Patienten mit einer dunkleren Hautfarbe ist von einem Phenol-Peeling abzuraten, da es zu einer dauerhaften Hautaufhellung kommen kann. Auch bei hellem Hauttyp kann sich ein etwas helleres Hautbild entwickeln.
In der Regel erreicht man schon mit einer Sitzung ein überaus zufrieden stellendes Resultat: gleichmäßige und glatte Haut. Es gibt keine vergleichbare Behandlung mit so guten Ergebnissen, doch die sehr lange Heilungsphase ist unbedingt einzuplanen.

 

LASER SKIN-RESURFACING

Während Peeling-Säuren die oberflächlichen Hautschichten wegätzen, werden sie mit dem Erbium-Laser verdampft. Der Effekt lässt sich mit dem eines mittleren Peelings vergleichen. Da der Laser die Haut sehr schonend abträgt, findet keine Straffung der tiefer gelegenen Kollagenfasern statt. Dafür ist die Abheilphase auch kürzer.  
Soll ein Liftingeffekt erreicht werden, wird der ultragepulste Kohlendioxid- (CO2-) Laser eingesetzt. Seine thermische Wirkung löst ein Straffschrumpfen der „ausgeleierten“ Kollagenfasern aus. Die Haut muss wie bei einem tiefen Peeling vier Wochen vorbehandelt werden. Der Eingriff selbst findet unter lokaler Anästhesie oder Vollnarkose statt. Im Unterschied zum chemischen Peeling ist die Haut beim Lasern sofort gerötet und nässt. Um die Heilung zu fördern, wird für die ersten Tage eine hauchfeine Folie als eine Art Ersatzhaut aufgelegt. Nach ca. 2 Wochen ist man wieder gesellschaftsfähig. Risiken und Haltbarkeit entsprechen einem Tiefenpeeling. Für den Therapieerfolg spielt die Erfahrung des Arztes im Umgang mit dem Gerät die größte Rolle.
Besonders geeignet ist eine Lasertherapie bei Falten um Mund und Augen sowie bei Aknenarben. Gegen mimische Falten wie die senkrechten Nasolabial-Falten zwischen Mund und Nase oder die Steilfalten an der Stirn kann auch der Laser nichts ausrichten. Hier sind Unterspritzungen das Mittel der Wahl.