Haut- und Laserzentrum München
Hautarzt
Gemeinschaftspraxis von Dr. med. Stefan Duve, Dr. med. Hans-Peter Schoppelrey und Dr. med. univ. Wolfgang Niederdorfer, Fachärzte für Dermatologie und Allergologie.
Doctor Duvey
Doctor Duve

NEURODERMITIS.
Eine bei Kindern häufige Entzündungsreaktion der Haut ist Neurodermitis, auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt. Sie tritt chronisch oder immer wieder schubweise auf. Erstes Anzeichen kann Milchschorf meist im Bereich des behaarten Kopfes sein – die Haut ist mit Schuppenkrusten bedeckt. Später entwickeln sich aus diesen Hautrötungen quälend juckende schuppige Ekzeme, die bei Säuglingen meist am Kopf, im Gesicht und an den Ohren auftreten. Bei Kleinkindern sind oft der Hals, die Hände und die Gelenkbeugen betroffen.
Die Ursachen der Neurodermitis sind nicht eindeutig geklärt, wesentlicher Faktor ist die angeborene Veranlagung. So liegt das Erkrankungsrisiko eines Kindes mit einem betroffenen Elternteil bei fast 40 Prozent, wenn beide Eltern unter Neurodermitis leiden, sogar bei 67 Prozent. Aber auch Umweltfaktoren und körperliche wie psychische Belastungen, Infekte und Allergene wie Lebensmittel, Pollen, Hausstaub oder Tierhaare können einen Schub auslösen oder die Symptome verstärken.
Kinder mit Neurodermitis haben sehr trockene Haut, die nur schlecht Feuchtigkeit speichern kann. Daher ist die Haut rau und hat eine Neigung zur Schuppenbildung. Weitere Folge einer Neurodermitis ist der Verlust wichtiger Hautfunktionen. Die entzündete Haut kann nicht mehr als Barriere gegen Umwelteinflüsse wirken. Außerdem sind die Funktionen von Schweißbildung, Temperaturregulierung und Hautdurchblutung gestört. Der Verlauf von Neurodermitis lässt sich heute durch wirkungsvolle Medikamente und Salben günstig beeinflussen. Im Vordergrund stehen die effektive Behandlung des Juckreizes und der entzündeten Hautstellen. Zahlreiche begleitende Therapiemaßnahmen und eine durchgängige, ausgewogene Hautpflege helfen die Beschwerden und Folgen der Neurodermitis zu lindern.
Neurodermitis kann in jedem Alter auftreten, am häufigsten beginnt sie jedoch im Säuglingsalter. Ausschließliches Stillen in den ersten vier Lebensmonaten kann das Risiko nachweislich stark verringern. Wenn in der Familie – Eltern oder Geschwisterkinder – bereits Allergien bestehen, raten wir Ihnen dazu, sich bereits vor der Geburt Ihres Kindes über Möglichkeiten der Vorbeugung zu informieren. Neurodermitis betrifft nicht nur das einzelne Kind, sondern die ganze Familie. Im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER ist deshalb die Schulung der ganzen Familie, insbesondere der Eltern, ein Teil der Behandlung.
Termine für unsere Kindersprechstunde unter Telefon 089.260 22 442



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